Fussball
Stetten ist in der B-Klasse bislang das Maß aller Dinge
In der Fußball-B-Klasse Kaiserslautern/Donnersberg Nord grüßt der TuS Stetten zur Winterpause von ganz oben. Hinter den „Löwen“ kämpfen zwei Teams, die aktuell punktgleich sind, ebenfalls um einen der beiden vorderen Plätze. Darunter ein Absteiger und der Relegationsteilnehmer der vorletzten Saison.
Auch die engen Spiele gewinnen
Johannes Henrich, der Trainer des TuS Stetten, schnitt seit seinem Amtsantritt immer solide im Endklassement ab. Im oberen Mittelfeld fühlten sich er und seine Truppe stets wohl. „Wenn wir es doch irgendwie schaffen würden, mal ohne viele Verletzungen durch eine Saison zu kommen und somit auch die engen Spiele gewinnen würden, dann könnten wir ganz oben mitspielen“, klagte der Coach in den vergangenen Spielzeiten. „Ach, und noch ein weiterer Unterschiedsspieler wäre für uns ganz wichtig“, fügte er damals an.
Die aktuelle Saison zeigt, dass die Visionen des Trainers nicht aus der Luft gegriffen waren. Zur Winterpause sieht es nämlich so aus, als wäre es mit dem Zusammenkommen der von Henrich genannten Faktoren möglich, den ganz großen Wurf zu landen. Mit 34 Punkten aus 14 Spielen beträgt der Vorsprung auf die ersten TuS-Verfolger bereits acht Punkte. Der TuS Bolanden (13 Spiele) und A-Klasse-Absteiger SpVgg Gauersheim (zwölf) haben allerdings noch Spiele in der Hinterhand, um den Abstand zu verkürzen. Auch die beste Tordifferenz, die bei Punktgleichheit am Ende der Saison allerdings keinerlei Relevanz hätte, weisen die „Löwen“ auf. Mit 49:24 Toren stellt die Henrich-Truppe die mit Abstand beste Offensive der Liga.
Bolanden stellt beste Abwehr
Großen Anteil daran hat eben dieser heiß ersehnte Unterschiedsspieler: Rückkehrer Nico Dannenfelser, der mit zehn Toren gemeinsam mit Nils Merz vom TuS Bolanden und Jan Zimmer vom TuS Ramsen den zweiten Rang der ligainternen Torjägerliste belegt. Öfter trafen lediglich Nicolai Hesseldenz vom TuS Dannenfels und Silas Schneider, der für die TSG Albisheim auf Torejagd geht. Hinter dem Tabellenführer stellen der TuS Dannenfels (39 Tore), der TuS Ramsen und TuS Bolanden (jeweils 37) und der SV Enkenbach (35) die gefährlichsten Angriffsreihen. Der TuS Bolanden (14 Gegentreffer) macht es seinen Gegnern bislang am schwierigsten, Tore zu erzielen. Nach einem durchwachsenen Saisonstart performt die Mannschaft von Jörg Bechtel seit einigen Wochen sehr konstant und darf sich nach der Saison 2023/24 auch in der aktuellen Spielzeit Hoffnungen auf einen der beiden vorderen Plätze machen. Damals spielte der TuS in der Relegation zur A-Klasse. Auch die SpVgg Gauersheim (18 Gegentreffer), TuS Stetten (24) und TuS Ramsen (24) stehen defensiv stabil.
Der A-Klasse Absteiger SpVgg Gauersheim spielt eine sehr gute Saison und kämpft gemeinsam mit dem TuS Bolanden darum, dem TuS Stetten den Platz an der Sonne noch streitig zu machen. Großen Anteil daran hat Routinier Timo Kotysch, der bereits acht Tore erzielte und als Führungsfigur unersetzlich ist. Vor allem auch deshalb, weil mit Jonas Steingaß und Nico Schulz zwei der besten Spieler den Verein vor der Saison verlassen haben, um weiter in der A-Klasse zu spielen. Nach Kotysch ist Patrick Hartmann mit sechs Treffern der zweitbeste Torschütze der SpVgg.
Zellertal II ganz hinten
Insgesamt schossen die 13 Teams der B-Klasse bislang 413 Treffer. Die mit Abstand wenigsten davon steuerte die Zweitvertretung der TSG Zellertal bei. Nur 16 eigene Treffer gelangen den Zellertalern. Gepaart mit 38 Gegentreffern sprangen bislang nur zwei Punkte für den Aufsteiger heraus. Die meisten Gegentreffer kassierten die TSG Albisheim (42), ASV Winnweiler II (50) und TSG Kerzenheim (48). Die TSG Kerzenheim spielt eine schwache Saison und belegt mit fünf Punkten den vorletzten Rang.
Der SV Imsbach und die SG Münsterappel/Gerbach/Niederhausen hinken den Leistungen der letzten Jahre auf den ersten Blick etwas hinterher und belegen den geteilten sechsten Platz. Vor allem der SV Imsbach, der erst elf Spiele absolviert hat, hält allerdings noch alle Trümpfe in der Hand, um nochmals in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen. Die mit Abstand fairste Mannschaft der Liga ist bislang die TSG Albisheim, die erst 13 Gelbe Karten und eine Ampelkarte gegen sich hinnehmen musste. Die TSG Kerzenheim belegt in dieser Wertung den letzten Platz.