Fußball
Spiel der Woche: SV Kirchheimbolanden empfängt die „Rowos“ zum Spitzenspiel
Zwölf Spiele, neun Siege, 27 Punkte und die beste Offensive (46 Tore) weist das Ligatableau aktuell für die Mannschaft der TSG Wolfstein-Roßbach aus. Macht Platz zwei. Wenn die Wertung aus dem vor Wochenfrist vom FC Fehrbach abgesagten Spiel vorliegt, rückt die TSG sogar auf Rang eins, vorbei am kommenden Gegner. Um eben jenes Fehrbach-Spiel gab es in den vergangenen Tagen einige Irritationen und Falschmeldungen, wie TSG-Spielertrainer Johannes Schell berichtet: „Fehrbach hat dienstags schon wegen einer Verlegung angefragt, weil sie viele kranke und verletzte Spieler hatten. Wir hätten da gerne geholfen und haben kurzfristig den Dienstag danach angeboten, in der Hoffnung, dass sich die Lage dort schnell bessert. Dieser Termin wurde abgelehnt. Weitere Termine unter der Woche haben wir intern abgeklärt, sie waren für uns in diesem Jahr aber nicht machbar, und ins nächste Jahr wollten wir nicht.“
Ärger im „Rowo“-Lager
Was Schell und die anderen Verantwortlichen im „Rowo“-Lager ärgert ist, dass berichtet wurde, Fehrbach hätte das Spiel bereits freitags abgesagt. „Das stimmt definitiv nicht. Wir haben am Sonntag gegen 9.30 Uhr durch den Staffelleiter von der Absage erfahren. Da hatten nicht nur wir als Mannschaft, sondern auch der Verein sich organisatorisch natürlich längst auf das Spiel vorbereitet“, so Schell.
Dieser Ärger aber ist nun verraucht. Bei allem Verdruss hatte der Ausfall auch etwas Gutes für die Schell-Truppe. So konnten sich einige angeschlagene Akteure mal einen freien Sonntag gönnen. Weniger gut: Innenverteidiger Jona Wildberger konnte seine Rot-Sperre nicht absitzen und fehlt somit am Sonntag in Kirchheimbolanden. Ansonsten stehe nach aktuellem Stand der komplette Kader zur Verfügung.
„Keine Frage, wir fahren nach Kibo, um auch von dort was mitzunehmen. Wir wissen, dass wir dazu in der Lage sind“, gibt sich der Trainer betont optimistisch. Schließlich habe man auch keinerlei Druck, spiele als Aufsteiger bislang eine super Saison. Für diese Leistung, befindet Schell, müsse man „allen Beteiligten auch mal ein Lob aussprechen“. Mit dem SV Kirchheimbolanden wartet nun ein Gegner, der für den 26-jährigen Schell „mit den am breitesten und besten bestückten Kader in der Liga hat. Dass die da oben stehen, verwundert nicht. Für uns wird das ein dickes Brett, welches es zu bohren gilt“, so der Spielercoach der „Rowos“. Beobachtet hat Schell den SVK beim Auswärtsspiel beim SV Nanz-Dietschweiler vor gut vier Wochen (2:2). Und dabei hat er auch die eine oder andere Erkenntnis gewonnen, wie der Mannschaft vom Schillerhain beizukommen ist.
SVK vielleicht mit Neuzugang
Der SV Kirchheimbolanden wird trotz der letztwöchigen 1:5-Niederlage bei den FCK-Portugiesen weiterhin als Tabellenführer geführt. Doch da Aufsteiger TSG Wolfstein-Roßbach wohl die drei Punkte aus dem am letzten Sonntag abgesagten Heimspiel gegen den FC Fehrbach am grünen Tisch zugesprochen bekommt, hat das Team von Spielertrainer Timo Riemer derzeit als „Zweiter“ einen Punkt Rückstand auf Rang eins. Es verspricht also spannend zu werden am Sonntag beim Gipfeltreffen auf dem Kirchheimbolander Schillerhain.
„Alles im grünen Bereich“
„Solche Spiele wir gegen die FCK-Portugiesen gibt es eben“, sagt Timo Riemer und macht klar: „Das war erst unsere zweite Saisonniederlage. Alles ist noch im grünen Bereich. Wir haben am Sonntag nun die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. Klar ist, wir wollen auf dem ersten Tabellenplatz bleiben.“
Personell sieht es beim SV Kirchheimbolanden vor dem Topspiel wieder ein bisschen besser aus. Dennis Kladnicanin und Arne Kuhn kommen wohl wieder in den Kader zurück. Einzig die beiden angeschlagenen Sechser Alexander Gabrielow und Dennis Lander machen Riemer ein bisschen Sorgen. Aber: Vielleicht kann der SVK am Sonntag noch einen erfahrenen Neuzugang präsentieren. „Wir sind in Gesprächen mit einem alten Freund, der lange Jahre Verbands- und Oberliga gespielt hat“, sagt Riemer. Einen Namen wollte er noch nicht nennen. „Wenn es klappen sollte, würde er uns noch einen Schub geben“, sagt der SV-Spielertrainer.
Vor dem Gegner Wolfstein-Roßbach hat Riemer Respekt: „Die TSG ist Aufsteiger und lebt vor allem von der Offensive. Die haben vier starke und schnelle Spieler vorne drin. Hinten sind sie aber, wie ich finde, anfällig.“