Landtagswahl RHEINPFALZ Plus Artikel Sozial und mit klarer Kante: Jessica Albert kandidiert für die Linke

Jessica Albert ist auch Co-Vorsitzende des Kreisverbandes Alzey/Worms, zu dem auch die Ortsgruppe Donnersbergkreis gehört.
Jessica Albert ist auch Co-Vorsitzende des Kreisverbandes Alzey/Worms, zu dem auch die Ortsgruppe Donnersbergkreis gehört.

Im Donnersbergkreis schickt die Linke Jessica Albert ins Rennen um das Direktmandat. Der Pädagogin und freien Autorin liegen besonders soziale Themen am Herzen.

Die Linke will im Donnersbergkreis wieder eine echte Rolle spielen. „Stark werden“ will die junge Gruppe, die sich erst im vergangenen Herbst gegründet hat. Ein Puzzleteil soll dabei die kommende Landtagswahl sein, zu der die Linke mit Jessica Albert entsprechend auch eine Direktkandidatin ins Rennen schickt. Albert ist sich bewusst, dass die Linke bei den Erststimmen erwartbar nicht vorne mit dabei sein wird. Aber darum geht es primär gar nicht. Die neue Linke und ihre Direktkandidatin wollen wahrgenommen werden und ihre Themen platzieren.

Als freie Autorin schreibt Jessica Albert unter anderem Abenteuer und Geschichten für Pen-and-Paper-Rollenspiele.
Als freie Autorin schreibt Jessica Albert unter anderem Abenteuer und Geschichten für Pen-and-Paper-Rollenspiele.

Unterhält man sich mit Jessica Albert, wird schnell klar, welche Schwerpunkte sie setzen möchte. Dabei stehen vor allem soziale Themen im Fokus. Albert spricht von Inklusion, sozialer Gerechtigkeit, bezahlbarem Wohnraum, einem fairen und gut aufgestellten ÖPNV und nicht zuletzt von gerechten Chancen für Familien, Kinder und Jugendliche. „Was wir fordern, ist zum Beispiel kostenloses Essen an Schulen und Kindertagesstätten“, nennt Albert ein Beispiel, wo sie Verbesserungsbedarf sieht. Die ausgebildete Sozialarbeiterin fordert die Einführung von multi-professionellen Teams an Schulen und Kitas und damit verbunden eine Möglichkeit, direkt vor Ort Diagnostik zu ermöglichen. So könne man den mitunter immens langen Wartezeiten bei der Suche nach Integrationshilfen für Kinder entgegenwirken. „Es braucht Mindeststandards und flächendeckende Sozialarbeit an Kitas“, sagt sie.

An dieser Stelle finden Sie Statistiken von 23degrees.

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Derartige Veränderung benötigen Personal und entsprechend auch Geld, um überhaupt finanziert werden zu können. Das ist auch Jessica Albert bewusst. „Wenn Reiche richtig besteuert werden würden, wäre vieles möglich“, sagt sie. Eine Vermögenssteuer wäre also ein wichtiges Puzzleteil dahingehend, dass „wir Strukturen schaffen, mit denen alle Menschen ein gutes Leben führen können“, wie Albert betont. Wobei sie auch weiß, dass über eine mögliche Vermögenssteuer nicht auf Landesebene entschieden wird. Generell fordert sie, wichtige Themen nicht getrennt voneinander zu denken. „Klimaschutz ist wichtig, muss aber zwingend auch sozial gerecht sein. Inklusion ist wichtig, muss aber mit guten Arbeitsbedingungen einhergehen“, nennt sie Beispiele. „Und dafür bieten wir gute Möglichkeiten in unserem Programm“, so Albert.

Albert für Prüfungsverfahren bei allen Parteien

Eine deutliche Haltung haben Jessica Albert und die Linke auch im Hinblick auf die AfD. „Wir sind ganz klar für ein Prüfungsverfahren“, sagt sie und ergänzt: „Gerne können alle Parteien geprüft werden. Inklusive uns. Gleiches Recht für alle.“ So könne das Bundesverfassungsgericht letztlich sagen, wer sich noch auf dem Boden und dem Fundament der Verfassung bewegt – und wer eben nicht. Bis dahin wird die Linke im Donnersbergkreis weiterhin klare Kante gegen Rechts zeigen. „Wir werden weiterhin demonstrieren, weil die AfD eine Haltung vertritt, die wir ablehnen“, sagt sie. Gleichzeitig wolle man aber mit den eigenen Themen überzeugen. Im Wahlkampf bedeutet das nun unter anderem Haustürgespräche und Infostände. Zumal die Linke im Donnersbergkreis nach einigen Jahren der Abwesenheit zunächst auch wieder wahrgenommen werden will. Noch gehören sie zum Kreisverband Alzey/Worms, an den die Donnersberger Gruppe angegliedert ist. Jessica Albert ist seit Dezember auch Co-Vorsitzende des Kreisverbandes.

Das Herz der Linken-Kandidatin schlägt auch für den 1. FC Kaiserslautern, den sie regelmäßig im Stadion anfeuert.
Das Herz der Linken-Kandidatin schlägt auch für den 1. FC Kaiserslautern, den sie regelmäßig im Stadion anfeuert.

Gründung im Herbst, nun bereits Direktkandidatin und im Kreisvorstand: Hinter Jessica Albert liegen also turbulente Monate. Schwierigkeiten macht ihr das aber nicht. „Ich stehe privat für die gleichen Dinge ein, wie in der Politik“, betont sie. Als Mutter von drei Kindern lebt sie den sozialen Gedanken vor, ist außerdem auch ehrenamtlich aktiv, beispielsweise als Fußball-Jugendtrainerin im Bambini-Bereich. „Das macht mir sehr viel Spaß, weil man bei den Kleinen noch schnell Fortschritte sehen kann und es in dem Alter auch noch viel um das Miteinander, das Lernen von Regeln und Zuhören geht“, sagt sie. Geht es um den rollenden Ball, findet man Jessica Albert regelmäßig auf dem Betzenberg. Beruflich ist sie zurzeit als freie Autorin aktiv, liebt außerdem fantastische Literatur und Pen-and-Paper-Rollenspiele – und Musik. „Ohne Musik geht gar nichts“, sagt sie und hört dabei auch gerne mal die härteren Töne.

Wir stellen die Direktkandidaten vor

In den kommenden Wochen werden wir alle acht Direktkandidaten für den Donnersbergkreis zur Landtagswahl 2026 vorstellen. Wir gehen dabei in alphabetischer Reihenfolge vor.

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