Donnersbergkreis Raser sind der einzige Wermutstropfen

Das Wetter war perfekt, der obligatorische Termin am dritten August-Wochenende optimal. Kein Wunder, dass die Resonanz beim Familientag im Appelbachtal im 25. Jubiläumsjahr riesig war. Überschattet wurde die ansonsten rundum gelungene Veranstaltung durch einige rücksichtslose „Rennfahrer“, die laut Feuerwehrleuten die für den Autoverkehr gesperrte Straße als Rennstrecke missbrauchten – was mehrere Unfälle und auch Verletzungen nach sich zog. Einige Besucher mit E-Bikes waren ebenfalls rasant unterwegs und überholten teils die an diesem Tag stark vertretenen Familien mit kleinen Kindern.

Gefreut haben sich die Veranstalter sicherlich über die vielen Gäste, die auf Rädern, Rollen oder zu Fuß durchs Appelbachtal pilgerten. Vor allem Familien mit Kindern waren oft zu entdecken. Ideal waren die äußeren Bedingungen: trocken und milde 20 Grad. Die auf 30 Kilometern autofreie Strecke zwischen Würzweiler und Pfaffen-Schwabenheim war bestens für gemütliches Radeln geeignet – nicht zuletzt auch für Kinder, die gerade gelernt haben, ohne Stützräder zu fahren und nun auf der Straße viel Platz zum Üben hatten. Vielfältig waren die Angebote in den Ortsgemeinden. Der Würzweilerer Feuerwehrförderverein und die Ortsgemeinde servierten neben Kaffee und Kuchen auch Deftiges zum Mittagessen oder für zwischendurch. Die Gerbacher Landfrauen und der Männergesangsverein offerierten neben süßen auch herzhafte Speisen – darunter die „Sängersuppe“ oder den „Landfrauen-Rohkostsalat“, ein Verkaufsstand mit selbsthergestellten Likören und Marmeladen versüßte den Besuchern den Weg. In Sankt Alban kamen Fischliebhaber bei verschiedenen Spezialitäten auf ihre Kosten. Wer Probleme mit seinem Drahtesel hatte, bekam in Gaugrehweiler Hilfe. Hier war vor allem für Familien mit Kindern eine gute Gelegenheit für eine längere Rast – nicht allein wegen der Hüpfburg und dem leckeren Essen der Vereinsgemeinschaft, sondern auch, weil „DJ Dirk“ mit rhythmischem Beat für Stimmung sorgte. Für langjährige Appeltal-Besucher ein Muss: das Oberhausener Entenrennen. Nicht nur Kinder hatten ihren Spaß daran: Manche Teilnehmer versuchten, ihre Ente nicht nur anzufeuern, sondern ihnen auch mit Stöcken zum Sieg zu verhelfen. Die Oberhausener Landfrauen sorgten mit einer üppigen Auswahl an Kuchen, dem „Brückenbraten“ (in Anlehnung an die frisch sanierte Appelbach-Brücke) und anderem mehr für Stärkung. Auch gab es die Möglichkeit, handgefertigten Schmuck zu erwerben. Im Münsterappeler Weingut Feidner sorgte Entertainer Adam aus Zotzenheim mit Schlagern für die musikalische Begleitung eines außergewöhnlichen Menüs. „Hähnchenbrust in Trauben-Champignonsauce mit Gnocchi“ oder als vegetarisches Gericht „Rosmarinkartoffeln mit Fetakäse und Mojosauce“ standen hier auf der Speisekarte. In Niederhausen stand eine weitere Hüpfburg zur Verfügung, am Nachmittag gab es auch hier reichlich Kaffee und Kuchen.

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