Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Positive Resonanz bei Bezirksmeisterschaften: Vereine begrüßen Neueinteilung der Bezirke

Isabel Engel vom SV Börrstadt wurde Zweite im Hochsprung der W11 mit übersprungenen 1,20 Metern.
Isabel Engel vom SV Börrstadt wurde Zweite im Hochsprung der W11 mit übersprungenen 1,20 Metern.

Durch eine Neueinteilung der Bezirke des Leichtathletikverbands Pfalz nahmen mehr Vereine als zuvor an den Hallenbezirksmeisterschaften in Kaiserslautern teil.

„Es war eine zwangsläufige Entwicklung. Die Teilnehmerfelder wurden zu klein, das gaben drei Bezirke nicht mehr her“, betont Norbert Grössle vom SV Kirchheimbolanden, der durch die Neueinteilung der Bezirke im Leichtathletikverband Pfalz nun erstmals in der Barbarossahalle in Kaiserslautern zu den Bezirksmeisterschaften antrat.

Der Grund hinter der, zunächst nur provisorischen neuen Struktur: Es gab zu wenige Athleten, zu wenige Ehrenamtler und dadurch kaum noch Wettbewerbe auf Bezirksebene. Der Bezirksvorstand der Vorderpfalz war kaum noch vorhanden, sodass dieser aufgelöst und auf die Bezirke West- und Südpfalz aufgeteilt wurde. Der neue Bezirk Nordpfalz umfasst nun also die Westpfalz, die Nordpfalz, sowie die nördlichen Teile der Vorderpfalz, während die Südpfalz unter anderem durch Gebiete wie Haßloch, Neustadt oder der Südwestpfalz ergänzt wurde.

Fazit am Ende des Jahres

„Das heute ist die erste Veranstaltung, auf der die neue Einteilung getestet wird, damit wir sehen, wie es läuft“, erklärt Pressewart Roland Schröder. So kamen etwa 30 Prozent mehr Teilnehmer in die Barbarossahalle als in den Vorjahren: „Das war der Zweck der Übung. Größere Teilnehmerfelder, mehr Konkurrenz, das ist das Positive“, betont Schröder. Es gehe darum, den Athleten mehr Chancen zu geben, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen. Dabei ist die Bezirksebene enorm wichtig, um den Anfängern eine Möglichkeit zu geben, sich in einem Wettkampf zu messen. Auf Verbands- oder Landesebene herrscht direkt ein deutlich höheres Level: „Es ist schwierig, diese Athleten dann abzuholen“, weiß Schröder und stellt klar: „Deshalb ist es wichtig, das hier als Einstiegsveranstaltung zu erhalten. Es ist ein schwieriger Prozess, aber wir müssen es probieren und versuchen, uns zu verbessern.“ Am Ende der diesjährigen Leichtathletiksaison soll dann ein erstes Fazit gezogen werden, das mit in den Verbandstag im April 2027 genommen wird.

Am vergangenen Samstag ging es für die Leichtathleten um 10 Uhr los, die Bezirksmeisterschaften zogen sich bis in die frühen Abendstunden. Die Nachwuchstalente musste sich in insgesamt fünf Disziplinen messen. 50-Meter-Sprint, Kugelstoßen, Hochsprung, 800-Meter-Lauf, sowie Staffellauf. Bei der Staffel starteten auch gemischte Teams, die Jüngeren mussten je eine halbe Runde rennen, die Älteren eine ganze.

Freude über mehr Konkurrenz

Matthias Jauß vom SV Börrstadt, für dessen Athleten es gewohnt gut lief, begrüßt die neue lokale Konkurrenz. So traten auch der SV Kirchheimbolanden und die TSG Eisenberg aus dem Donnersbergkreis an: „Das ist gut für uns, viel besser. Je mehr Teilnehmer, desto besser für unsere Athleten. Mehr Konkurrenz – und es macht dann auch mehr Spaß.“

Im Seniorenbereich ist der SV Kibo sehr erfolgreich, der Nachwuchsbereich hingegen liegt seit der Coronapandemie brach: „Der Wettkampfsport in den jüngsten Altersklassen hat sehr gelitten“, sagt Grössle. „Wir versuchen es neu aufzubauen, wieder einzusteigen.“ So war Grössle in der Barbarossahalle erstmals wieder mit jüngeren Athleten am Start: „Leider im Moment nur zwei in der jüngsten Altersklasse. Aber es ist ein Wiedereinstieg in den Wettkampfsport“, so Grössle, der weitere Kinder aus dem Training für die Teilnahme an einem Wettkampf begeistern will. „Die Kinder kommen zwar ins Training, nicht jeder will aber auf Wettkämpfe“, erklärt er. Er hofft, mit den talentierten Kindern in seinem Verein wieder erfolgreich im Jugendbereich an Wettkämpfen teilzunehmen.

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