Kirchheimbolanden Pflicht zur Katzenkastration: „Catmobil“ vor dem Tierheim

Das „Catmobil“ kommt am Donnerstag, 6. November, vor das Tierheim in Kirchheimbolanden.
Das »Catmobil« kommt am Donnerstag, 6. November, vor das Tierheim in Kirchheimbolanden.

Der Tierschutzbund Rheinland-Pfalz startet eine Kampagne gegen die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen und macht auch Halt in der Region.

Der praktische Katzenschutz ist „zusammengebrochen“, so formuliert es der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes und fordert eine gesetzliche Pflicht zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen im gesamten Bundesland. Mit einem auffälligen Fahrzeug, dem „Catmobil“, bringen die Tierschützer die Katzenschutz-Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ auf die Straße. Der Verband macht damit auf das Schicksal von Streunerkatzen aufmerksam. Das Catmobil wird in mehreren Städten unterwegs sein und am 6. November um 14.30 Uhr am Tierheim Kirchheimbolanden Station machen. Dort können Besucher Informationen direkt von Mitgliedern des Tierschutzbundes erhalten, das Tierheim ist am Greinerweg 2.

Zusätzlich laufen Plakataktionen in den Bahnhöfen von Mainz, Ingelheim, Bingen und Kaiserslautern. Bereits 2006 hat der Landesverband die jährlichen Kastrationswochen ins Leben gerufen, um die unkontrollierte Vermehrung freilebender und auch von Menschen gehaltener Katzen einzudämmen. Im Schnitt werden dabei über 1000 Katzen und Kater pro Jahr kastriert. Da Tiere bereits mit einem halben Jahr geschlechtsreif sind und Katzenmütter meist zweimal im Jahr vier bis sechs Junge bekommen, hilft diese Maßnahme, Krankheiten wie Katzenschnupfen, Atemnot und Blindheit zu verringern. Die nächste Kastrationswochenaktion findet vom 12. bis 25. Januar 2026 statt.

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