KIRCHHEIMBOLANDEN Pandemie: Rund 12.000 Euro Kosten durch Quarantänebrecher

Um im Fall eines Kirchheimbolander Mehrfamilienhauses die verhängten Quarantäneregeln zu wahren, war der Einsatz von Sicherheits
Um im Fall eines Kirchheimbolander Mehrfamilienhauses die verhängten Quarantäneregeln zu wahren, war der Einsatz von Sicherheitsdiensten erforderlich.

Rund 12.000 Euro hat die Kreisverwaltung die Überwachung von Personen gekostet, die sich beharrlich nicht an Quarantäne-Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gehalten haben.

Wie berichtet, mussten auf Beschluss des Amtsgerichtes mehrere Personen aus einem Mehrfamilienhaus in Kirchheimbolanden wegen ständiger Verstöße gegen Quarantäneauflagen geschlossen untergebracht werden, vorübergehend in Ingelheim und zuletzt bis zum Auslaufen der Quarantäne in Mainz. Für die Bewachung durch einen Sicherheitsdienst musste der Kreis aufkommen. Das geht aus einer Auflistung der bisherigen Pandemiekosten hervor, die Landrat Guth dem Kreisausschuss auf eine Anfrage von Gerd Fuhrmann (SPD) vorgelegt hat.

Für die Bekämpfung der Pandemie sind beim Kreis demnach bis Mitte Mai rund 832.600 Euro an Kosten angefallen. Mehr als die Hälfte davon - rund 450.000 Euro - entfallen auf die Beschaffung von Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln. Größere Summen mussten auch aufgewandt werden für die Existenzsicherung ambulanter Anbieter bei den Hilfen zur Erziehung (186.000 Euro) oder für Beförderungsunternehmen, die im Öffentlichen Personen-Nahverkehr eingesetzt sind (15.000 Euro). Der Aufbau der Abstrichzentren steht mit 62.000 Euro zu Buche. Weitere Kostenanteile entfallen auf Ärztehonorare (35.000 Euro), die Beschaffung von Software für die Pandemieverwaltung und den Homeoffice-Bedarf (21.000 Euro), für einschlägige Veröffentlichungen und Bekanntmachungen und ähnliches. Dem stehen 1,883 Millionen Euro gegenüber, die der Landkreis vom Land an Mitteln zur Bekämpfung der Pandemie erhalten hat.