DONNERSBERGKREIS RHEINPFALZ Plus Artikel Pünktlich zu Saisonbeginn: Radweg-Lücke zwischen Steinbach und Imsbach geschlossen

Freuen sich über den fast fertigen Radweg: Rudolf Jacob, Sascha Leib und ein Mitarbeiter der ausführenden Baufirma.
Freuen sich über den fast fertigen Radweg: Rudolf Jacob, Sascha Leib und ein Mitarbeiter der ausführenden Baufirma.

Die letzte Lücke des Radweges zwischen Steinbach und Imsbach ist nun geschlossen. Das hat Auswirkungen auf das gesamte Radwegenetz des Kreises.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg der Erschließung des Donnersbergkreises durch Radwege ist jetzt gemacht: In der Verbandsgemeinde Winnweiler wurde am Mittwoch kurz hinter dem Hahnweilerhof, der zur Ortsgemeinde Börrstadt gehört, die letzte Lücke auf dem insgesamt rund viereinhalb Kilometer langen Abschnitt des Radwegs zwischen Steinbach und Imsbach geschlossen. Somit ist es jetzt möglich, von Steinbach nach Münchweiler zu radeln, ohne sich den Gefahren des Straßenverkehrs aussetzen zu müssen.

„Wir liegen sehr gut im Zeitrahmen“, freute sich Bürgermeister Rudolf Jacob am Dienstag. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bauamtsleiter Sascha Leib war er zum Hahnweilerhof gekommen, um sich ein Bild von den letzten Arbeitsschritten an den Banketten zu machen. Die ausführende Spezialfirma war eigens dafür aus dem Allgäu angefordert worden. Begonnen haben die Bauarbeiten im November 2024, im Winter waren sie rund sechs Wochen lang unterbrochen. Ziel sei es gewesen, bis Ostern mit dem neuen Radwegeabschnitt die Saison eröffnen zu können, sagte Jacob. Das sei ja jetzt erfreulicherweise gelungen. Zugute gekommen sei dem Projekt, dass die drei Ortsgemeinden Steinbach, Börrstadt und Imsbach, über deren Gemarkung der Radweg verläuft, von Anfang an gut zusammengearbeitet hätten.

Forst will keine Asphaltdecke

Zwar gab es bereits vorher eine Verbindung zwischen Steinbach und Imsbach, die theoretisch auch per Rad zu befahren war, allerdings war diese nur als gewöhnlicher Feldweg befestigt, und nach Regenfällen mussten sich die Radfahrer an den zahlreichen Pfützen vorbeischlängeln. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Auf knapp 3,3 Kilometern, nämlich von Steinbach bis zur Gemarkungsgrenze Imsbach bei der sogenannten Jägersrast, einer Hütte, besteht die Decke aus Asphalt. Von dort bis nach Imsbach geht es auf einer wassergebundenen Decke weiter. „Das war der Wunsch des Forstes, der keinen Asphalt wollte“, so Jacobs Erklärung. Im Gegenzug werde dieser sich um die Instandsetzung des Weges auf dieser Etappe kümmern.

Mit diesem Gerät werden die Bankette aufgefüllt und geglättet.
Mit diesem Gerät werden die Bankette aufgefüllt und geglättet.

Am aufwendigsten waren die Arbeiten im Bereich der Imsbacher Gemarkung. Das liegt daran, dass dort relativ umfangreiche Entwässerungsarbeiten gemacht werden mussten. Insgesamt ist der neue Radweg, der auch als Wirtschaftsweg für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge dienen soll, dreieinhalb Meter breit. Die Fahrbahn misst zweieinhalb Meter, dazu kommen auf beiden Seiten 50 Zentimeter breite Bankette. Um zu verhindern, dass Unbefugte der Versuchung nachgehen, die Strecke mit dem Pkw zu befahren – immerhin ist der Weg von Imsbach nach Steinbach über die normalen Straßen deutlich länger –, sollen Poller aufgestellt werden. Berechtigte bekommen dann einen Schlüssel.

Verbindung zwischen wichtigen Radwegen

Die VG Winnweiler hat im Radwegenetz des Donnersbergkreises – und darüber hinaus – eine wichtige Funktion: Hier verlaufen Querverbindungen zwischen den beiden wichtigsten Radwegen: dem Zellertal-Radweg im Osten und dem Alsenztal-Radweg im Westen. Bis vor wenigen Jahren waren diese Verbindungen allerdings noch nicht durchgehend gut befahrbar. Im Mai 2023 hat die VG deshalb zur Ertüchtigung von sieben Teilstücken insgesamt 1,5 Millionen an Fördermitteln vom Bund bekommen. Diese Teilstücke befinden sich bei Winnweiler, Breunigweiler, Sippersfeld, Münchweiler, Steinbach, Börrstadt und Imsbach.

„Der Zuschuss beläuft sich auf 97 Prozent der Gesamtkosten. Von der restlichen Summe haben der Kreis und die Verbandsgemeinde je ein Drittel bestritten. Das letzte Drittel haben sich die drei Ortsgemeinden geteilt. Unter diesen maximal günstigen Förderbedingungen musste man ja zugreifen“, so Jacob.

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