Handball
„Nordpfälzer Wölfinnen“ agieren in Kirrweiler zahnlos
Ohne Punkte im Gepäck mussten die Teams der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/ Kindenheim am Wochenende zurück in die Nordpfalz fahren. Die Herren unterlagen am Sonntagabend der HSG Landau/Land knapp mit 31:32 (16:16). Bereits am Samstag verloren die Damen beim TV Kirrweiler nach einer schwachen Leistung mit 14:28 (8:15). Als Eva-Maria Seibert in Spielminute zwölf per Strafwurf zum 6:6 ausglich, waren die „Nordpfälzer Wölfinnen“ noch im Soll. Was allerdings danach kam, war in dieser Form nicht zu erwarten. „Ich bin extrem enttäuscht. Das Ergebnis spiegelt auch den gesamten Spielverlauf wider“, meinte Trainer Daniel Griebe nach Spielende, der das „schlechteste Spiel“ seiner Amtszeit sah. Weder in der Defensive noch in der Offensive lief bei den zahnlosen „Wölfinnen“ irgendetwas zusammen. Es klappte überhaupt nichts. Neben den fast schon üblichen technischen Fehlern monierte Griebe allerdings auch die Einstellung des Teams. „Das hat mir total gefehlt, obwohl die Voraussetzungen gut waren“, so Griebe.
Denn die Mannschaft konnte nahezu in Bestbesetzung antreten. Zudem attestierte Griebe seinem Team in der Herbstpause eine gute Trainingsleistung. „Wir konnten aber nichts von dem, was wir uns im Training erarbeitet haben, umsetzen“, konstatierte der Coach, der in den nächsten Wochen noch viel Arbeit auf sich und das Team zukommen sieht. Kirrweiler nutzte das schwache Auftreten der Gäste aus und sorgte nach dem 6:6 mit einer Serie von sechs eigenen Treffern und ohne ein HR-Tor innerhalb von 13 Minuten für die Vorentscheidung. Auch nach dem Seitenwechsel ging kein Ruck durch die Gästetruppe, in der keine Spielerin annähernd Normalform erreichte, sodass die Kirrweilerinnen leichtes Spiel hatten und einen auch in der Höhe verdienten Sieg feiern konnten. Die HR bleibt dadurch auf dem letzten Platz der Bezirksoberliga.
HR-Herren: 28-mal hieß es unentschieden
In Albersweiler brach die letzte Spielminute an, die „Nordpfälzer Wölfe“ lagen einen Treffer zurück und waren in Ballbesitz. Doch statt des Ausgleichtreffers verloren sie den Ball, erkämpften sich ihn zwölf Sekunden vor dem Schlusspfiff aber wieder. Doch auch der letzte Angriff konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden, sodass die HR in einem Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte, eine unglückliche Niederlage kassierte. „In der Schlussphase hat uns die Abgebrühtheit gefehlt. Landau war da deutlich abgezockter“, nannte Co-Trainer René Bessai den wohl entscheidenden Faktor, der über Sieg und Niederlage entschied.
Zu keinem Zeitpunkt des Spiels führte ein Team mit mehr als zwei Treffern. In der gesamten Partie stand es insgesamt 28-mal Unentschieden. Mit der Angriffsleistung war Bessai zufrieden, in der Abwehr haderte er damit, dass die „Wölfe“ den wurfgewaltigen Lukas Gerstle nicht verteidigt bekamen. 13-mal traf der Rückraumspieler, zudem lieferte er weitere Vorlagen, die häufig die Außenspieler zu Toren verwerteten. So war er an deutlich mehr als an der Hälfte aller Landauer Tore beteiligt. „Da waren wir in der Abwehr zu brav und nicht stabil genug“, so Bessai. Trotz einer erneut passablen Vorstellung muss die HR also weiter auf den ersten Sieg warten. Das Team hat aber gezeigt, dass es mit der jungen Mannschaft in der Oberliga mithalten kann – und nicht mehr allzu viel fehlt, um den ersten Erfolg feiern zu können.
So spielten sie
HR-Damen: Hitschel - Weil (3), Herrmann (3), Seibert (3), Setzer (2), Schwarz (1), Klag (1), Gaßen (1), Ollig, Milena Dietz, Alissa Dietz, Geiger, Wrobbel, Heydari
HR-Herren: Frey, Griebe - Heinz (8/6), Schlepütz (5), Kerber (4), Samuel Boger (4), Junghanß (3), Springer (3), Franck (2), Burton (2), Seibert, Nitz, Leon Boger, Dittmann.