Donnersbergkreis Noch immer Ärger mit den gelben Säcken

Gelbe Säcke, die (mindestens) Dritte: Nach Bürgern aus Dörnbach und Schwarzengraben hat sich nun Bernd Köhler vom Felsbergerhof bei der RHEINPFALZ gemeldet und die nicht funktionierende Abfuhr durch die Firma Paulus beklagt. Seit das saarländische Unternehmen zum 1. Januar die Entsorgung des Plastikmülls im Donnersbergkreis übernommen hat, sei der Abfall weder in Felsberger- noch in Spreiterhof geholt worden, sagte Köhler.

Fünfmal habe er seit Januar bei der Service-Hotline der Firma Paulus angerufen und sich über die liegen gebliebenen Säcke beklagt – passiert sei „effektiv nichts“, teilte Köhler mit. Am Telefon habe er fadenscheinige Gründe für die Probleme zu hören bekommen: etwa, dass „die Telefonnummer des Disponenten“ nicht vorliege, um den Fahrern die exakte Anschrift der zu Imsweiler gehörenden, aber zwischen Dörrmoschel und Reichsthal gelegenen Höfe durchzugeben. Weshalb Köhler nun die Nase voll und sich an die RHEINPFALZ gewandt hat. Wir haben daraufhin beim Dualen System Deutschland (DSD) nachgefragt – in dessen Auftrag ist die Firma Paulus für das Abholen der gelben Säcke zuständig. DSD-Sprecher Norbert Völl betonte, dass die seit Januar auftretenden Probleme „schon ein bisschen über das bei einem solchen Wechsel übliche Maß hinausgehen“. Er habe nichtsdestotrotz den Eindruck, dass die Firma Paulus „engagiert daran arbeitet, die Mängel abzustellen“. Diese seien in der Tat in den meisten Fällen der fehlenden Ortskenntnis der Fahrer geschuldet – gerade bei außerhalb gelegenen einzelnen Gebäuden oder Höfen. Gleichwohl sei es nun nach fast zwei Monaten an der Zeit, eine reibungslose Abfuhr der gelben Säcke zu gewährleisten. „Wir machen da natürlich Druck, deshalb brauchen wir auch die Rückmeldungen der Bürger und sind dankbar dafür.“ Dies gelte gleichfalls für Informationen zum – bislang häufig wirkungslosen – Servicetelefon: „Diesbezüglich werden wir ebenso noch mal auf die Firma einwirken. Es kann nicht sein, dass jemand anruft, sich beschwert und dann nichts passiert.“ Aber auch dieses Angebot müsse sich eben erst einspielen, betonte Völl. Insgesamt sind nach seiner Einschätzung durchaus Fortschritte zu erkennen: „Ich denke, die vergangene Tour hat schon besser funktioniert. Die Firma Paulus will ja auch, dass die Abfuhr ordnungsgemäß abläuft.“ (kra)

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