DANNENFELS Nils entdeckt den Donnersbergkreis: Hoch oben am Adlerbogen

Nils Nager besucht den Adlerbogen.
Nils Nager besucht den Adlerbogen.

Könnt ihr euch noch erinnern? Auf dem höchsten Punkt des Donnersbergs habe ich meine Reise gestartet. Seitdem habe ich viele tolle Sachen im ganzen Donnersbergkreis und auch darüber hinaus kennenlernen dürfen. Das hat richtig Spaß gemacht. Für meine letzte Station bin ich jetzt noch einmal auf den Donnersberg gefahren: zum Adlerbogen.

Vom Parkplatz in Dannenfels geht es erst einmal einen strammen Fußmarsch den Berg hoch, da mussten meine Kletterfähigkeiten mal wieder herhalten. Aber der Weg lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur wegen des herrschaftlichen Adlerbogens, sondern auch wegen der tollen Aussicht. 540 Meter sind wir hier hoch. Da musste ich schon mal ein paar Minuten stehen bleiben und in die Ferne schauen. Ich sehe Teile von Dannenfels, Kibo, Bennhausen, Jakobsweiler und Weitersweiler und kann sogar etwas vom schönen Zellertal erkennen.

Schon seit weit mehr als 100 Jahren steht der Adlerbogen hier oben auf dem Donnersberg, nämlich seit 1880. Er wurde zu Ehren des Generalfeldmarschalls Graf Helmuth von Moltke gebaut. Der hatte damals für die Sicherung der Pfalzgrenzen im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gesorgt. Übrigens gab es auch eine Zeit, in der kein Adler auf dem Bogen stand. 1945 hatten nämlich Soldaten den Kopf des Adlers abgeschossen. 1981 wurde er dann mit einem Hubschrauber wieder an seinen Platz gesetzt.

Ein Eber, ein Stier und der gehörnte Gott

Direkt am Adlerbogen treffe ich auch ein paar Eidechsen, die die Sonne genießen, die manchmal zwischen den Wolkenfeldern hindurchblitzt. Ich flitze ein paar Runden mit ihnen über die Felsen und um die Bäume herum, aber dann geht es weiter. Nach einem Picknick direkt über dem Adlerbogen schaue ich mir noch einen Teil des keltischen Skulpturenwegs an, der vom Ludwigsturm bis zum Keltendorf in Steinbach geht.

Hier sehe ich zum Beispiel einen Eber und einen Stier. Dieser war bei den Kelten ein Opfertier und symbolisierte vor allem Stärke. Als Nächstes sehe ich einen Stern auf dem Waldboden. Die Kelten verarbeiteten Eisen. Zum Transport gossen sie es in die Form von Doppelspitzbarren, also trapezförmigen Eisenstücken, die mehr als fünf Kilogramm wogen. So konnten die Barren beim Transport nicht so leicht rutschen. Ein paar Meter weiter lerne ich „Cernunnos“ kennen. Das bedeutet: der Gehörnte. Er ist der keltische Gott des Waldes und der Tiere.

Erst einmal Schluss

Ich mag es wirklich, durch den Wald zu spazieren und die Stille zu genießen. An einer Stelle stehen die Bäume so dicht zusammen, dass man fast das Gefühl hat, durch einen Tunnel zu gehen. Am Ende kommen wir am Ludwigsturm heraus, ganz in der Nähe vom höchsten Punkt des Donnersbergs. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass meine Entdeckungstouren jetzt erst einmal vorbei sind. Denn es gibt noch so viele Orte, an denen ich nicht war. Vielleicht kann ich mir die ja dann im nächsten Jahr anschauen.

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