Donnersbergkreis Neumühle: Politiker setzen sich für Lehrwerkstatt-Erhalt ein

Das Wirtschaftsministerium will sich nicht finanziell an der Modernisierung der Lehrwerkstatt für Schweinehaltung bei der „Lehr-
Das Wirtschaftsministerium will sich nicht finanziell an der Modernisierung der Lehrwerkstatt für Schweinehaltung bei der »Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle« beteiligen.

Ihr Unverständnis über die Ankündigung des Mainzer Wirtschaftsministeriums, sich nicht finanziell an der Modernisierung der Lehrwerkstatt für Schweinehaltung bei der „Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle“ beteiligen zu wollen, haben am Mittwoch mehrere Politiker bei einem Termin vor Ort zum Ausdruck gebracht.

Wieder sucht Gespräch mit Becht



Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder (CDU) kündigte an, in der nächsten Woche mit Staatssekretär Andy Becht (FDP) darüber sprechen zu wollen. „Wir reden hier über einen Landeszuschuss von 200.000 bis 300.000 Euro“, so Wieder. Für ihn ist das Thema von existenzieller Bedeutung. Das betonten auch Hofgut-Leiter Karl Landfried oder Christine Schneider, landwirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Würde die Neumühle ihr Ausbildungsangebot in der Schweinehaltung aufgeben, könnte das die jungen Menschen generell in Ausbildungsbetriebe außerhalb des Bundeslandes ziehen.

Sanierung auch aus Hygienesicht wichtig



Für Landfried ist eine Sanierung nicht nur aus Platzgründen, sondern auch aus Hygienesicht wichtig. Die Neumühle habe zudem einen sehr guten Ruf, was die Forschung betreffe.

Landrat: „Die falsche Marschrichtung“



„Für mich ist das die falsche Marschrichtung“, sagte Landrat Rainer Guth über die Entscheidung des Landes – und fügte an: „Jeder Bauer in ganz Rheinland-Pfalz kennt die Neumühle. Der Hof hat eine hohe Tradition.“ Man brauche die Ausbildungsstätte, hier gehe es auch um Arbeitsplätze. Das unterstrich auch Rudolf Jacob, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler: „Mit einem Leuchtturm wie der Neumühle sind wir in der Region nicht so reich gesegnet. Hierher kommen auch junge Menschen aus anderen Bundesländern zur Ausbildung.“

Kosten von 500.000 bis 800.000 Euro



Zumal man hier bei der Sanierung nicht über Millionen rede. Deren Kosten bezifferte Wieder auf 500.000 bis 800.000 Euro. „Es geht um den Bau eines vernünftigen Schweinestalls, dass die Ausbildung aufrechterhalten werden kann“, so Wieder. „Von einer Luxussanierung kann man hier wahrlich nicht reden“, sagte CDU-Landtagsabgeordnete Simone Huth-Haage.

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