Thallichtenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Mit ESC-Teilnehmer als Zugpferd: Hexentanz zurück auf der Burg

Lord of the Lost waren 2023 für Deutschland beim ESC. Im kommenden Jahr spielen sie beim Hexentanz auf der Burg Lichtenberg.
Lord of the Lost waren 2023 für Deutschland beim ESC. Im kommenden Jahr spielen sie beim Hexentanz auf der Burg Lichtenberg.

Nach einer gelungenen Premiere wird das Hexentanz Festival auch 2026 wieder in der Pfalz Station machen. Erste Bands stehen fest – bis Weihnachten folgen weitere Headliner.

Nachdem in diesem Jahr zum ersten Mal die Hexen auf der Burg Lichtenberg Einzug gehalten hatten, waren sich alle einig, ein neues Zuhause gefunden zu haben. Das Hexentanz Festival, das in den letzten Jahren oft den Standort wechseln musste, will nun also sesshaft werden in der Westpfalz. Im kommenden Frühjahr, genauer gesagt vom 24. bis 26. April, soll nun die zweite Auflage des Mittelalter-, Metal- und Gothic-Festivals in Thallichtenberg stattfinden. Die 18. Ausgabe des Festivals, das zuvor viele Jahre durch das Saarland pilgerte. Die Frühbuchertickets sind längst vergriffen, die Weihnachtspakete im Verkauf und natürlich stehen bereits erste Bands fest. Eine davon hat 2023 bundesweit Bekanntheit erlangt, als sie für Deutschland beim Eurovision Song Contest angetreten sind. Lord of the Lost belegt damals allerdings nur den letzten Platz.

Das ESC-Abschneiden spielt für das Hexentanz-Publikum allerdings wohl eine eher untergeordnete Rolle. Lord of the Lost werden eines der Zugpferde des kommenden Festivals sein, zumal sie nach der kommenden Tour bereits eine einjährige Pause angekündigt haben. Als weiterer Headliner ist außerdem die Piratenbande von Mr. Hurley & Die Pulveraffen bestätigt. Der Auftritt verspricht in jedem Fall eine feucht-fröhliche Party irgendwo zwischen Punk, Rock und Folk und mit ganz viel Humor. Ein weiterer Headliner soll bis Weihnachten folgen. Veranstalter Frank Schulz hat bereits alle Zusagen, darf aber noch nichts verraten. „Wir werden aber bis Weihnachten wie üblich alle Bands nach und nach veröffentlichen“, bestätigt er im RHEINPFALZ-Gespräch.

Bislang stehen deren 16 bereits fest. Neben Lord of the Lost und den Pulveraffen sind die Irish-Folk-Rocker von Fiddlers Green sicher der bekannteste Name auf der Liste. Außerdem werden im April auch Varg, All for Metal, Lacrimas Profundere, Vlad in Tears, Sagenbringer, Mythemia, Reliquiae, Habenichtse, Ragnaröek, League of Distortion, Dogma, Die Legende von Nord und Scherbentanz in Thallichtenberg aufspielen.

Sonntag aus Lautstärkegründen früher Schluss

Frank Schulz verspricht, dass „wieder für jeden Gast etwas dabei sein wird“. Überhaupt habe er nach der Premiere auf Burg Lichtenberg in diesem Jahr „sehr viel positive Energie verspürt“. Im Nachgang habe er sich mit allen Beteiligten ausgetauscht, um das Festival-Wochenende im zweiten Durchgang noch zu optimieren. Dazu gehören neben den Wünschen der Gäste auch die des Landkreises und der umliegenden Gemeinden. „Uns wurde erklärt, dass die Lautstärke mitunter problematisch war“, so Schulz. Entsprechend werde man 2026 am Sonntagabend früher aufhören. „Das bedeutet aber nicht, dass das Programm verkürzt wird. Wir fangen dann morgens einfach eine Stunde früher an, damit abends rechtzeitig Ruhe einkehrt“, ergänzt der Veranstalter. Auch auf dem Campingplatz wollte man verstärkt auf das Einhalten der Lärmregeln achten. Seitens der Gäste wurden beim letzten Mal außerdem die Parksituation, die Anzahl der Toiletten und die Lichtverhältnisse in der Nacht auf dem Weg zum Zeltplatz bemängelt. Die Kritik haben Schulz und sein Team ebenfalls versucht zu berücksichtigen.

Inwiefern diese Wünsche und speziell auch die zahlreichen Bandwünsche eingehalten werden können, wird sich noch zeigen. Klar ist, dass in der Spitze der bestätigten Bands noch Platz ist. Zwei Headliner neben Lord of the Lost sollen folgen, aber auch zwei Co-Headliner neben Fiddlers Green. In die Karten lässt sich Frank Schulz aber nicht schauen. Bestätigen kann er jedoch bereits, dass es wieder ein Bandvoting in Zusammenarbeit mit „Classic Rock Radio“ geben wird, zu dem sich vor allem lokale Musikgruppen bewerben können. „Die Resonanz war zuletzt enorm“, freut sich Frank Schulz, bald wieder eine Newcomer-Band auf die Hexentanz-Bühne holen zu können. Vieles hat also 2025 sehr gut zusammengepasst und soll fortgesetzt werden. Zumal Frank Schulz gerne das 20. Hexentanz Festival begehen würde. Das würde dann 2028 anstehen. Und wenn die „positive Energie“, von der der Veranstalter spricht, erhalten bleibt, dürfte wenig dagegensprechen, dieses Jubiläum dann weiterhin auf Burg Lichtenberg feiern zu dürfen.

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