Kriegsfeld
LKA rückt an: Hausdurchsuchung bei bekanntem Reichsbürger
Am Dienstagmorgen wurde es eng in der Kriegsfelder Ortsdurchfahrt. Nicht zum ersten Mal war das Landeskriminalamt (LKA) für eine Hausdurchsuchung bei einem vermeintlichen Reichsbürger mit einigen Fahrzeugen und Personal in der Gemeinde angerückt. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigte, setzten verschiedene Einsatzkräfte des LKA dabei gleich zwei Durchsuchungsanordnungen durch. Der Beschuldigte soll „unerlaubt eine Schusswaffe, beziehungsweise eine vollautomatische Schusswaffe besessen haben“, äußerte sich Oberstaatsanwalt Christopher do Paço Quesado. Gefunden haben die Beamten allerdings lediglich ein Luftdruckgewehr. Nun soll geprüft werden, ob es sich bei der Druckluftwaffe um einen erlaubnisfreien Gegenstand handelt, heißt es weiter.
Der Oberstaatsanwalt betonte jedoch, dass aktuell keine Gefahrenlage vorliegt. Weitere Angaben könne er jedoch nicht machen. Außerdem gelte für den Beschuldigten bis zu einer möglichen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Schon in der Vergangenheit kam es zu Einsätzen an der gleichen Adresse, zuletzt im Januar diesen Jahres. Im vergangenen Sommer wurden in dem Gebäude bei einem SEK-Einsatz Waffen und möglicher Sprengstoff sichergestellt. Der Mann, gegen den ermittelt wird, soll der Reichsbürgerszene zugeordnet werden. Seine Ideologie verbreitete er in der Vergangenheit auch wiederholt über die sozialen Medien. Außerdem stand er 2025 auch wegen Volksverhetzung vor Gericht.