WEIERHOF Literaturtage: Im Worte-Wettstreit

Wieder dabei: Aileen Schneider, hier beim Poetry Slam 2017.
Wieder dabei: Aileen Schneider, hier beim Poetry Slam 2017.
Moderiert den Poetry Slam: Markus Becherer.
Moderiert den Poetry Slam: Markus Becherer.

Zum dritten Mal dürfen sich die Besucher der Donnersberger Literaturtage auf den mittlerweile im Programm etablierten Poetry Slam freuen. Schauplatz ist am Samstag, 19. Juni, 19 Uhr, das Blaue Haus auf dem Weierhof.

Die Akteure werden selbstgeschriebene Texte vortragen und auch inszenieren, wobei sie ein Zeitlimit von sechs Minuten nicht überschreiten dürfen, teilt Literaturtage-Organisator Thomas Mayr vom Donnersberger Literaturverein zum Wettbewerbsmodus mit. Die Texte können dabei ebenso wie ihre Inszenierung „maximal unterschiedlich“ sein, fügt Mayr an. Zarte Liebeslyrik sei ebenso möglich wie dadaistische Sprachspiele oder komödiantische Prosa. Das Publikum ist dabei nicht stiller Konsument, sondern aktiver Teil der Show. Denn der Applaus entscheidet mit seiner Vehemenz, wer den Sieg und den Donnersberger Besen als Trophäe mit nach Hause nehmen darf.

Jeder darf sich ausprobieren

„Das Schöne am Poetry Slam: Jeder darf sich ausprobieren. Das heißt, wir haben neben den offiziellen Gästen noch einen Startplatz für lokale, wagemutige Wortakrobatinnen und -akrobaten“, so Mayr. Der Abend findet statt unter Einhaltung aller Sicherheitsauflagen der geltenden Corona-Regeln. Wer sich noch testen lassen muss, sollte mindestens eine halbe Stunde vorher vor Ort sein, empfiehlt Mayr.

Um den Poetry Slam als Veranstaltungsform hat sich längst eine äußerst lebendige Szene entwickelt, auch Meisterschaften werden auf verschiedenen Ebenen ausgerichtet. Unter den bereits feststehenden Mitwirkenden finden sich daher viele routinierte Slammer, die in weitem Umkreis mit ihrer Kunst unterwegs sind. Einer davon ist der mehrfache Poetry-Slam-Meister Markus Becherer aus Kaiserslautern, der wie in früheren Jahren die Moderation übernehmen wird.

Erfahrene Slammer am Start

Im Wettbewerb stehen die 21-jährige Pauline Puhze aus Wahlheim, Multi-Talent GAX aus Frankfurt, Edith Brünnler, die seit 2001 satirische Kurzgeschichten in Hochdeutsch und Pfälzisch schreibt, Yasmin Abbas aus Mainz, Jan Cönig, der seit zehn Jahren auf den deutschsprachigen Slambühnen unterwegs ist und dreimal im Finale deutschsprachige Meisterschaften stand, und der auch von Mundart-Wettbewerbenbekannte Manfred Dechert.

Als Nordpfälzer Eigengewächs beteiligt sich erneut Aileen Schneider, die schon als Schülerin des Weierhof-Gymnasiums mit ihren überragenden Talente vor allem in Gesang, Komposition und Musikdramaturgie auf sich aufmerksam gemacht hat und heute als Regieassistentin und Spielleiterin an der Oper Frankfurt angestellt ist. Zuletzt war sie im Donnersbergkreis mit dem integrativen Theaterprojekt „Odysseus“ in Erscheinung getreten.

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