Donnersbergkreis Lebenstraum Eigenheim: Für viele bleibt er unerreichbar

Der Weg zu den eigenen vier Wänden wird immer schwieriger: Steigende Baukosten und fehlende staatliche Förderung erschweren es v
Der Weg zu den eigenen vier Wänden wird immer schwieriger: Steigende Baukosten und fehlende staatliche Förderung erschweren es vielen, Neubauprojekte in Angriff zu nehmen.

Wie eine Untersuchung des Pestel-Instituts aufzeigt, fehlen jungen Menschen im Donnersbergkreis die Mittel, um sich durch Eigenheime langfristige Altersvorsorge aufzubauen.

Der Lebenstraum vom Eigenheim wird in vielen Städten immer mehr zum Luxusgut – doch auch im Donnersbergkreis zeigt sich, dass sich gerade junge Menschen den Wunsch nach den eigenen vier Wänden oft nicht mehr erfüllen können. Trotzdem hat der Donnersbergkreis mit einer Wohneigentumsquote von 64,9 Prozent eine deutlich höhere Quote als der Bundesdurchschnitt von 43,5 Prozent. Dies geht aus einer Untersuchung des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) hervor. Rund 23.000 Haushalte im Kreis leben mietfrei in ihren eigenen vier Wänden, davon acht Prozent in Eigentumswohnungen.

Trotzdem scheint die jüngere Generation immer häufiger auf der Strecke zu bleiben: Für die 25- bis 40-Jährigen, etwa 13.200 Menschen im Donnersbergkreis, wird der Kauf von Wohneigentum zunehmend unerschwinglich. Matthias Günther vom Pestel-Institut bezeichnet diese Altersgruppe als „Verlierer-Generation“ auf dem Wohnungsmarkt, denn steigende Bau- und Immobilienpreise zwingen viele, langfristig zur Miete zu wohnen.

Zuschüsse für Kredite gefordert

Das Fehlen staatlicher Förderung verschärft die Situation. Katharina Metzger, Präsidentin des BDB, fordert von der Bundesregierung ein Programm für direkte Zuschüsse und zinsgünstige Kredite, damit auch Durchschnittsverdiener in der Region sich den Traum vom Eigenheim erfüllen können. Besonders wichtig sei dabei eine langfristige Planungssicherheit. Gleichzeitig betont sie, dass der Weg zum Eigentum auch mit persönlichen Einschnitten verbunden sei – von Urlaubsverzicht über reduzierte Konsumausgaben bis hin zu einer Phase des Sparens.

Die Bedeutung von Wohneigentum wird auch im Hinblick auf das Alter hervorgehoben. Hannes Zapf, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), sieht es als „Stein-Rente“, die finanzielle Sicherheit im Ruhestand bietet. Ohne Eigentum droht für viele künftige Rentner eine „Wohnarmut“, da steigende Mieten ihre Altersbezüge erheblich belasten könnten. Die Forderung: Staatliche Förderungen sollen jungen Familien, Jobstartern und Durchschnittsverdienern den Weg zu den eigenen vier Wänden erleichtern, unbürokratisch und langfristig.

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