Rockenhausen Kunstausstellung „Bewegung und Struktur“
Je einen Raum im Museum für Kunst in Rockenhausen belegen ab Sonntag, 19. April, zwei bildende Künstler aus dem Südwesten mit abstrakter Malerei: Ingrid Lebong aus Homburg und Wolfgang Fritz aus Lemberg. Beide malen in Serien und oft quadratisch. „Wir haben alles gut zusammengestellt, besprochen und den passenden Titel ,Bewegung und Struktur’’ ausgewählt“, so Ingrid Lebong. Das Plakat und die Einladungskarte gestaltete Wolfgang Fritz.
„Unsere Arbeitsweisen und Ausdrucksformen treten in Dialog miteinander und zeigen, wie unterschiedlich in abstrakter Art dargestellt werden kann“, so Lebong weiter. Sie zeigt im Erdgeschoss Mischtechniken. Das Wichtigste sind ihr die Farben. „Die Interaktion von Bewegung, Blau, Schwarz, Grau, Weiß und immer mehr Grün als Hoffnungsschimmer bilden das Gerüst der Serien der letzten Jahre ,Le BleuVert’, ,Wetterchaos’, ,Bewegung und Balance’ und ,Freiräume’. Die Verfeinerung am Ende ist die Zeichnung.“ Lebong startet Ihre künstlerische Tätigkeit 1977 mit dem Studium im Fach „Keramische Skulptur“ an der Europäischen Akademie in Trier. Danach widmete sie sich der Malerei nach Studienaufenthalten in Italien und Frankreich.
Wolfgang Fritz stellt in der ersten Etage etwa 40 bis 50 „Fließbilder“ und „Rauchbilder“ aus. „Ich zeige eine Serie von klein- bis mittelgroßen Malereien, wo ich mich mit Fließstrukturen beschäftige, Bilder, die ausschließlich durch Gießen, Schütten und Drehen der Leinwand hergestellt werden, ich spüre Naturprozessen nach mit Anmutungen von natürlichen Formen wie Gesteinen, Sedimenten und Flussbildung“, sagt Fritz. Die zweite Werkgruppe, die er zeigt, sind grafische Arbeiten: „Fumages“, Rauchgrafiken. Da geht es um das Pulsieren von Flammen, das Element Feuer wird zum Thema. „Ich arbeite gerne in Serien, um das Prinzip von einem Vorgang sichtbar zu machen“. Die Grafiken sind geprägt von Ruß auf Leinwand. Sie sehen aus wie Kohlezeichnungen, nur wird nicht mit einem Kohlestift, sondern mit Flammen gearbeitet. Fritz, 1956 in Pirmasens geboren, studierte 1977 bis 1982 an der Hochschule für Bildende Kunst in Frankfurt (Städelschule) und hatte 2017 eine Einzelausstellung im Kahnweilerhaus in Rockenhausen.
Die Ausstellung
„Bewegung und Struktur: Malerei von Ingrid Lebong und Wolfgang Fritz“, Rockenhausen, Museum für Kunst, Speyerstraße 3, 19. April bis 7. Juni, Dienstag bis Sonntag 14.30 bis 17.30 Uhr.
Vernissage: Sonntag, 19. April, 11 Uhr, es sprechen Stadtbürgermeister Michael Vettermann und Luise Busch (Kahnweiler Arbeitskreis), zur Einführung findet ein Künstlergespräch statt.