Donnersbergkreis Konditionsmängel und Personalsorgen

ROCKENHAUSEN. Der Start ins neues Jahr misslang: Eine gleichermaßen unnötige wie ärgerliche Niederlage mussten die BBC Fastbreakers am Sonntagabend vor heimischen Publikum in der Donnersberghalle hinnehmen. Der Gegner aus Trier, wahrlich keine Übermannschaft, gewann die Oberliga-Partie verdient mit 73:64 (26:29). Damit verpassten die Ährenstädter, den Abstand auf die Spitze zu verkürzen und bleiben auf Platz drei.

Am Ende waren die Ausfälle der BBC-Topspieler Ladavain Sanders, der noch in den USA auf Heimaturlaub ist, und den beruflich verhinderten Jeremy Jordan nicht zu kompensieren. „Im Angriff waren wir heute schwach. Mit den beiden hätten wir mit Sicherheit gewonnen“, erklärte ein leicht verärgerter Jürgen Manz. Der Kapitän darf und will die Personalprobleme aber nicht als Ausrede geltenlassen. Die Schützlinge von US-Spielertrainer Charles Stanley begannen solide, die Ball-Raum-Verteidigung griff. Erst nach über vier Minuten kassierten sie die ersten beiden Gegentreffer, führten nach dem ersten Viertel aber nur mit 14:11. Gerade im zweiten Viertel trafen die Fastbreakers in der Offensive viele falsche Entscheidungen, versuchten beispielsweise öfters Drei-Punkte-Würfe, anstatt den freien Raum zum sicheren Korbleger zu nutzen. Trier blieb somit immer im Spiel. Mit 29:26 ging es in die größere Halbzeitpause. Die Taktik der Gäste eigentlich durchschaubar, doch die BBC-Cracks bekamen die beiden einzig starken Trierer Akteure Antero Graser (2,05 Meter, 22 Punkte) und Christian M’Baidanoum (2,02 Meter, 19) nicht in den Griff. Die beiden zeigten sich auch für den Trierer 21:7-Lauf zwischen der 20. und 25. Minute maßgeblich verantwortlich. Den 36:47-Rückstand egalisierten die Fastbreakers durch einen 14:2-Lauf ihrerseits dennoch zum 52:52-Ausgleich. Da gönnte sich Triers 110-Kilo-Mann M’Baidanoum nach vier persönlichen Fouls gerade eine Pause. Mit diesem Resultat begann das letzte Viertel, in dem Trier, jetzt wieder mit seinem Topspieler, auf 61:52 davonzog. Vier Minuten vor Schluss konnte die Heimmannschaft ein letztes Mal auf 61:63 verkürzen. Das Spiel blieb bis dahin spannend. Doch gerade in dieser wichtigen und spielentscheidenden Endphase ging dem BBC im wahrsten Sinne des Wortes die Puste aus. Leichtfertige Ballverluste und eine fast nicht mehr vorhandene Rückwärtsbewegung waren die Folge. Aufbauspieler und Dauerbrenner Patrick McMillian – er spielte fast komplett durch – fehlten vorne die Anspielstationen. Dem Gastgeber fehlten nun einfach die Körner. Routinier, Center und Top-Korbjäger Tracey Murray, stark unter dem Ring, parkte nur noch. „Durch die ganzen Feiertage und den Urlaub waren wir in keiner guten körperlichen Verfassung. Es fehlte an der Kondition, was zu vielen Turn-over führte und letztendlich die Niederlage besiegelte“, deutete BBC-Coach Charles Stanley auf die vierwöchige Spielpause, in denen seine Spieler – verständlicherweise – nicht ganz so aktiv waren. Die Tatsache dass Tabellenführer SG Dürkheim/BI Speyer II gegen TV Bad Bergzabern ebenfalls patzte, gab der Niederlage für die Rockenhausener Korbjäger noch einen größeren faden Beigeschmack. Stanley zeigte sich einige Minuten nach Spielschluss aber schon wieder zuversichtlich: „Es gab auch gute Momente. Ich bin mir sicher, wir werden stark zurückkommen.“ Am Sonntag sind die Fastbreakers zu Gast beim SC Lerchenberg, der bislang nur eines seiner 13 Saisonspiele gewinnen konnte und auf dem letzten Tabellenplatz liegt… 

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