Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar zur Jugendherberge im Schlosshotel: Eine Chance für viele

Das Wahrzeichen der Stadt Rockenhausen hat lange auf neue Pächter gewartet. Nun könnte hier 2028 eine Jugendherberge eröffnen.
Das Wahrzeichen der Stadt Rockenhausen hat lange auf neue Pächter gewartet. Nun könnte hier 2028 eine Jugendherberge eröffnen.

Rockenhausen bekommt eine Jugendherberge und die VG Nordpfälzer Land investiert dafür viel Geld. Profitieren könnten viele – von alleine wird das aber nicht passieren.

Wem soll das denn nutzen? Diese Frage wurde abseits der finanziellen Themen rund um die geplante Jugendherberge in Rockenhausen wohl am öftesten genannt. Was nutzt mir in Sitters, Reichsthal oder Unkenbach eine Herberge in Rockenhausen? Eine Antwort darauf zu finden, ist zugegebenermaßen nicht einfach. Schließlich kann keiner in die Glaskugel schauen und sehen, wie viele Besucher wirklich nach Rockenhausen kommen und erst recht kann keiner wissen, wohin es diese dann ziehen wird. Aber seit Dienstagabend ist klar, dass es ab 2028 eine Jugendherberge geben soll und dann bestenfalls nach und nach mehr Familien, Schulklassen oder andere Besucher kommen werden. Jeder hat nun die Chance, Angebote zu schaffen oder bereits bestehende Angebote so anzupassen, dass man von den neuen Gästen möglichst profitieren kann. Wanderwege, Sehenswürdigkeiten und kleine Attraktionen gibt es im Nordpfälzer Land bereits einige. Jede zusätzliche Idee ist willkommen. Und in der heutigen Zeit lassen sich auch recht problemlos und mitunter auch ohne großen personellen Aufwand kleinere Verkaufsstände realisieren. Warum nicht einen Snack- oder Souvenirautomaten auf der Moschellandsburg aufstellen? Was spricht dagegen, dass Vereine, Gruppen oder generell Ehrenamtler etwas anbieten und dabei auch beispielsweise durch einen kleinen Imbissverkauf etwas dazu verdienen? Jede Idee hat eine Chance verdient. Genau wie das Projekt Schloss-Jugendherberge eine Chance verdient hat.

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