Kirchheimbolanden Im Fleischerimbiss werden die Kunden per Bahn bedient
Und hat so aus der Not eine Tugend gemacht: Damit man sich nicht zu nah kommt und zueinander den gebotenen Abstand halten kann, setzt Ludwig für die Essensausgabe und das Kassieren auf eine alte Märklin-Breitspurbahn. Nach der Bestellung schnurrt das Bähnchen los hin zum Kunden, damit der das Geld in eine Schale im Anhänger legen kann. Nach der Rückfahrt wird dann das Essen aufgeladen und zum hungrigen Kunden als „Zielbahnhof“ befördert.
Erst habe Mario Ludwig das mit einer Art Förderband regeln wollen, erzählt dessen Freundin Nina Sippel. Dann sei ihm aber die Idee gekommen, seine Modell-Eisenbahn einzusetzen. „Ich habe noch ein paar gerade Schienen bei Ebay ersteigert und in Nieder-Olm abgeholt“, erzählt Ludwig. Dann ging es am Mittwoch los mit dem Gleisbau. Und seit Donnerstag hat der Imbiss nun seinen nahrhaften Bahnanschluss – sehr zur Freude der Gäste, denen das immer wieder ein Schmunzeln und überraschte Blicke wert ist. „Viele machen Fotos, es wurde auch schon ins Internet gestellt“, erzählt Sippel. Die Reaktionen der Gäste seien durchweg positiv. „Die Leute freuen sich, finden es super.“