Sippersfeld RHEINPFALZ Plus Artikel Hang an Sportplatz abgerutscht: Förderdschungel verhindert Reparatur

An dieser Stelle ist die obere Kante des Hanges weggebrochen. Der Weg musste gesichert werden.
An dieser Stelle ist die obere Kante des Hanges weggebrochen. Der Weg musste gesichert werden.

Am Sportplatz in Sippersfeld rutschte vor Jahren der Hang ab. Seither: Nichtstun. Nach einem Bürokratie-Hürdenlauf gibt es nun Zuschüsse – und „bald“ wird repariert.

Vor mehreren Jahren, weit vor der Corona-Pandemie, ist am Sportplatz in Sippersfeld aufgrund starker Niederschläge ein Teil des Hanges instabil geworden und abgerutscht. Um den Schaden zu beheben, stellte die Gemeinde verschiedene Förderanträge auf finanzielle Unterstützung. Das soll rund um 2016 gewesen sein. Es folgte eine „Zeit des Nichtstuns“, wie es Sippersfelds Bürgermeister Jürgen Heiler beschreibt. Denn ein Antrag jagte den nächsten, eine Ablehnung die nächste, immer war irgendwas nicht möglich, die Gesuche bei der falschen Behörde gestellt oder das Geld nicht verfügbar. So ist das im Förderdschungel von Bürokratie-Deutschland.

Die Situation um den Hang herum wurde dadurch natürlich nicht besser. Er war an der südwestlichen Seite abgerutscht, weil sich Regenwasser seinen Weg bahnte. „Offenbar ist über einen zu langen Zeitraum zu viel Wasser an den falschen Stellen aufgetreten und nicht ordnungsgemäß abgeführt worden, was letztlich zu einer Durchnässung der Hanges, dem Abbrechen der oberen Kante und dem Abrutschen nach unten geführt hat“, erklärt Bürgermeister Heiler. Eine akute Gefahr vor Ort habe nicht bestanden. Nur der Weg oberhalb des Sportplatzes musste abgesichert werden. „Wenn wir aber die Hangsicherung nicht in den Griff bekommen, wird der Sportplatz in kurzer Zeit nicht mehr bespielbar und benutzbar sein“, so Jürgen Heiler.

Am hinteren Teil des Sportplatzes ist zu sehen, wo der Hang abrutschte.
Am hinteren Teil des Sportplatzes ist zu sehen, wo der Hang abrutschte.

Zurück zum Förderdschungel: Der Sportstättenausschuss des Donnersbergkreises hat den Antrag 2024 schließlich auf Platz 1 der Prioritätenliste gesetzt. Es folgten etliche Kontakte, Gespräche und Überarbeitungen mit Behörden und Dienststellen, bevor der finale Antrag im November 2024 gestellt werden konnte. Und nun, im März 2026, kam die positive Nachricht aus Mainz: Das Land schießt 69.000 Euro für die Maßnahmen am und um den Hang bei. Insgesamt kostet die Reparatur 138.000 Euro. Nun muss ausgeschrieben werden. Bürgermeister Heiler rechnet frühestens im Herbst mit dem Beginn der Arbeiten, eher im Frühjahr 2027. Ein Jahrzehnt für ein bisschen abgerutschte Erde an einer Böschung.

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