Donnersbergkreis Gewerbe im Fokus

Von der Konstituierung ging der Göllheimer Gemeinderat nahtlos zu laufenden Geschäften über. Einmal mehr bestimmten Bebauungspläne, diesmal mit Aussicht auf eine Tankstelle, die Tagungsordnung.
Die Änderung des Aufstellungsbeschlusses für den Bebaungsplan „An der Dreisener Straße“, dem Standort der Feuerwehr und der geplanten Aldi-Filiale, war eher eine Formalie. Im anschließenden Bereich links und rechts der Kreisstraße K 80 werden dagegen neue Projekte in Angriff genommen. Beim Bebauungsplan „In der Schorr“ links der K 80, für den der Aufstellungsbeschluss gefasst wurde, geht es unter anderem um die lang gewünschte Ansiedlung einer Tankstelle samt Waschanlage. Das Gelände von 4,14 Hektar soll als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Da es sich in Privathand befindet, wird ein städtebaulicher Vertrag geschlossen. Damit wird die Kostenrückerstattung der Planungskosten (rund 30.000 Euro), für die die Gemeinde in Vorleistung tritt, geregelt. Die Planung übernimmt das Büro WSW aus Kaiserslautern. Dazu gehören Verkehrs- und artenschutzrechtliches Gutachten. Rechts der K 80 soll ebenfalls ein Gewerbegebiet entstehen. Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller verwies darauf, dass derzeit in Göllheim die letzten Gewerbe- und Industrieflächen veräußert würden. Weitere Flächen, für die es bereits Interesse gäbe, würden dringend benötigt. Das künftige Gewerbegebiet „Am Schulacker“ umfasst 11,7 Hektar. Norbert Eidt (FWG) hielt das Gelände nicht unbedingt für geeignet. Die Steilheit mache Erschließung schwierig und führe, wenn größere Flächen nachgefragt würden, zu enormen Kosten. VG-Chef Steffen Antweiler gab zu bedenken, dass das Angebot großer Flächen Logistiker anlocken könnte, deren riesige Hallen für die Gemeinden wegen der wenigen Arbeitsplätze kaum attraktiv seien. Für ein Gewerbegebiet mit kleineren Flächen habe man das Gelände gekauft, erinnerte Hartmüller. Es liege ideal mit Anschluss an B 47 und Autobahn. Die Ausweisung folge auch dem Göllheimer Planungsgrundsatz, Wohn- und Gewerbegebiete zu trennen. Statt in andere Bereiche zu gehen, meinte Doris Hartelt (Grüne), sollte man die Planung des Gebiets angehen und mit den kleinen Flächen Gewerbetreibende locken. Den Aufstellungsbeschluss fasste der Rat bei zwei Enthaltungen.