Donnersbergkreis Europawahl: SPD schlägt Önder vor

Ender Önder
Ender Önder

«KRIEGSFELD.» Der Kreisparteitag der SPD in Kriegsfeld hat den Eisenberger Ender Önder als Kandidaten für die Europawahl vorgeschlagen. Nun muss er sich mit weiteren SPD-Bewerbern aus dem südlichen Rheinland-Pfalz um die Plätze für Kandidat und B-Kandidat auf der Bundesliste auseinandersetzen. Nominiert wurde der 42-Jährige ohne Gegenstimme (sieben Enthaltungen).

Zuvor hatte der Parteitag über Satzungsänderungen zu befinden. Eine davon hat Außenwirkung: Der Begriff „Unterbezirk“ hat ausgedient. „Der Unterbezirk heißt künftig Kreisverband“, sagte Tristan Werner, der jetzt auch Kreis- und nicht mehr „UB“-Vorsitzender ist. Ender Önder, Geschäftsführer einer Bildungseinrichtung, die als Projektentwickler für das Land wie für die EU tätig ist, sowie Gesellschafter dreier weiterer Firmen, ist seit 2008 in der SPD und gehört seit 2014 dem Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD an. Er ist Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Unternehmerverbandes Rheinland-Pfalz und seit 2017 Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Eisenberg. Bei seiner Vorstellung spielten Wirtschaftsthemen eine Rolle, für die er sich auf EU-Ebene einsetzen möchte, aber auch das Thema Frieden sprach er häufiger an. „Europa gehört den friedfertigen Menschen“, sagte er, auch die SPD bedeute für ihn Frieden. Als eine Motivation zur Kandidatur führte er die Erfolge rechter Parteien an, denen man sich entgegenstellen müsse. Auch auf die Türkei und die dort anstehende Wahl kam der in Kirchheimbolanden geborene türkischstämmige Sozialdemokrat zu sprechen. Die Türkei entwickele sich weg von Europa, beklagte Önder mit Blick auf Presse- und Meinungsfreiheit. Froh sei er, dass türkischer Wahlkampf nicht in Deutschland geführt werden dürfe. Er setze bei der Wahl auf den Erfolg fortschrittlicher Kräfte, dann sei wieder Annäherung möglich. Europa sei vielfältig und in der Lage, den USA und China Paroli zu bieten, wenn es an seine Stärke glaube. Ihm gehe es auch darum, die Chancen europäischer Förder- und Strukturprogramme zu nutzen und dafür zu werben. „Ich möchte euer Vermittler sein nach Brüssel und Straßburg.“ „Wir sind froh und stolz, einen Donnersberger zu haben, der sich das zutraut“, sagte Tristan Werner. Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog würdigte an Önder, dass er als Sozialdemokrat klar erkennbar sei, ein Unternehmer, der auf solidarische Wirtschaft Wert lege.

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