Donnersbergkreis Es hätte so schön gepasst

RÜSSINGEN. Die SG Hüffelsheim hatte am Samstag mit einem Unentschieden die Vorlage geliefert, und der TuS Rüssingen hätte sich mit einem Sieg gegen den FC Merxheim vorentscheidend im Kampf um Platz zwei der Fußball-Landesliga absetzen können. Doch heraus kam nach schwachen 90 Minuten nur ein 0:0-Unentschieden.

Rüssingens Co-Trainer Paul Hornung hatte vor dem Spiel schon so eine Ahnung: „Bei einer solchen Konstellation kommt oft kein gutes Spiel heraus.“ Und er sollte so was von Recht behalten. Die Gastgeber begannen eigentlich ganz gut, versuchten das Spiel in die Hand zu nehmen und mit einem frühen Treffer die Gäste, die den Klassenerhalt noch nicht endgültig sicher haben, in die Schranken zu verweisen. Doch schon da zeigte sich, dass die stabile Abwehr nicht leicht zu knacken sein wird. Die erste Chance hatte Sergio Peter, der mit toller Technik eine weite Flanke direkt nahm, aber am klasse reagierenden Gästetorhüter Christoph Andrae scheiterte. Den anschließenden Eckball köpfte Ivica Dzijan auf die Querlatte. Das war es dann erst einmal mit Rüssinger Torgefahr. Die Gäste wurden mutiger, spielten gezielter nach vorne und tauchten immer öfter an und im Strafraum der Hausherren auf. Zu klaren Torchancen kamen sie zwar nicht, verlangten der TuS-Abwehr um Routinier Mario Basler aber die volle Aufmerksamkeit ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann doch noch die Topchance zur Rüssinger Führung. Sebastian Schrod passte klasse in den Raum, Dzijan scheiterte aber am schnell aus dem Tor kommenden Andrae, der normalerweise eigentlich im Mittelfeld des FC spielt. Die Kabinenpredigt von TuS-Trainer Ako Yalcin zeigte keine Wirkung, im Gegenteil. Die Gäste waren jetzt spielbestimmend, ließen die TuS-Offensive mit robuster Zweikampfführung und hohem läuferischem Aufwand kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Nach einem Konter lag die Gästeführung in der Luft, doch zunächst konnten TuS-Keeper Kluska gegen Alexander Schnell und danach Philipp Hornung ebenfalls gegen Schnell und auch noch gegen Konrad Maxeiner retten. Dann prüfte Christian Mitchell Kluska mit einem Aufsetzer. Jetzt waren die Hausherren komplett von der Rolle, verloren die zweiten Bälle und bewegten sich viel zu wenig, um den robusten Gästen beizukommen. Eine Doppelchance entsprang dann auch eher dem Zufall. Zunächst wurde ein strammer Schuss von Andreas Bahr geblockt und der Nachschuss von Florian Bauer auf der Linie geklärt. Ansonsten hatte die Gästeabwehr das Geschehen meist im Griff. Auf der Gegenseite musste Sascha Ahrens auch einmal auf der Linie klären und Kluska einen Schuss von Mitchell parieren. So blieb die Partie am Ende, zum Unwillen von Yalcin, torlos. „Wenn man den Relegationsplatz will, muss man sich anders präsentieren“ ging er mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Uns ist nicht viel eingefallen, ein lebloser Auftritt, da muss mehr kommen“, legte er nach.

x