KIRCHHEIMBOLANDEN
Ein Stück digitale Willkommenskultur: Kreis beschafft Integreat-App
Gemeinsam beantragt hatten die Anschaffung der Integreat-App die Kreistagsfraktionen von CDU, FWG und Grünen. Integreat als „Alltags-Guide“ helfe Menschen, die neu in den Landkreis kämen, und biete Kommunen eine Plattform, um schnell, unkompliziert und nutzerfreundlich Transparenz zu schaffen, Informationen bereitzustellen und Ansprechpartner in Integrationsfragen zu vermitteln, heißt es in der Erläuterung des Antrags.
Landrat Rainer Guth merkte an, dass die aktuelle Homepage des Kreises ohnehin eine Runderneuerung brauche, was sich gut mit der Einführung der App verknüpfen lasse. Zudem könne man auf Elemente zurückgreifen, die in Nachbarlandkreisen, die die App einsetzen, bereits erarbeitet und verfügbar seien. Die Pflege und Aktualisierung der App, der manche Nachfragen aus dem Kreistag galten, werde sich die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit widmen, in der noch eine Stelle zu besetzen sei.
Die Initiative wurde im Kreistag allgemein unterstützt, „ich begrüße es, wenn wir moderner werden“, meinte Michael Cullmann (SPD), der aber auch die VG-Verwaltungen gerne eingebunden sähe und das Vorgehen „etwas zu kurz gedacht“ empfand. Tobias Adam (AfD) sah die App-Beschaffung kritisch, er war der Auffassung, dass das Thema durch die Erneuerung der Website des Kreises miterledigt werden könne, in vielen Fragen sei man auch durch Google besser bedient.
Die Anschaffung, die 3500 Euro an jährlicher Miete und nochmal dieselbe Summe für die Einführung und die erforderlichen Übersetzungen kostet, wurde bei zwei Enthaltungen bewilligt.