KIRCHHEIMBOLANDEN Donnersberger Initiative hilft Menschen in Not mit Gutscheinen im Gesamtwert von 30.000 Euro

Bei Lebensmittel- und Fachmärkten hat Jamill Sabbagh Gutscheinpakete erworben.
Bei Lebensmittel- und Fachmärkten hat Jamill Sabbagh Gutscheinpakete erworben.

Die Weihnachtsaktion der Donnersberger Initiative für Menschen in Not hat lange Tradition. Auch im Corona-Jahr lässt die Initiative Bedürftige, die finanziell schwer über die Runden kommen, nicht im Stich – und nimmt diesmal auch Kunden der zur Zeit geschlossenen Kirchheimbolander Tafel hinzu.

Pandemiebedingt verteilt die Initiative in diesem Jahr ausschließlich Gutscheine. Für ganze 30.000 Euro wurden solche Bons bei Supermärkten oder anderen Geschäften besorgt. Es gibt Lebensmittelgutscheine zu je 50 Euro und für die Kinder Gutscheine für Kleidung und Schuhe im Wert von je 30 Euro, wie der Vorsitzende der Notinitiative, Jamill Sabbagh, der RHEINPFALZ darlegt. Zu den 150 Familien mit 220 Kindern, die die Notinitiative selbst wegen ihrer finanziellen Notlagen unterstützt, kommen diesmal Tafel-Kunden hinzu, so dass die Aktion 200 Familien mit über 370 Kindern erreichen soll.

Geschlossen ist die Kirchheimbolander Tafel, die in Trägerschaft des DRK von einem ehrenamtlichen Team organisiert wird, seit Beginn des neuerlichen Lockdowns. „Die Mitarbeiter sind alle in Risikogruppen“, nennt Winfried Werner vom Tafel-Team den Grund für die Schließung, die so auch beim ersten Lockdown geboten gewesen sei. Anlaufstellen seien bei bestimmten Bedarfslagen momentan das DRK und die Brücke in der Marnheimer Straße, so der frühere Landrat. Auch auf die Tafel in Rockenhausen wird verwiesen, die weiterhin geöffnet sei und bleibe, wie bei Gerd Fuhrmann vom DRK-Kreisvorstand zu erfahren war. Die Kunden, von denen die Initiative Kenntnis hat, können sich nun zumindest über solche Gutscheine freuen.

Suche nach Erdgeschosswohnung

Nachdem früher die Begegnung und das persönliche Gespräch dazugehört haben, muss die Übergabe diesmal coronabedingt nüchterner ausfallen, bedauert Sabbagh. Manchmal werde die Kontaktaufnahme nur über den Briefkasten möglich sein. Auch aus diesem Grund wünscht sich die Initiative für 2021 wieder mehr Normalität.

Die Vielfalt der Notlagen kennt Sabbagh nur zu gut, auch ihr plötzliches Auftreten. Er berichtet etwa von einer Frau mit einem behinderten Kind, die von ihrem Mann mit leergeräumtem Konto verlassen wurde. Eine andere Frau sei in Not geraten durch den plötzlichen Tod ihres Kindes, etwas über ein halbes Jahr alt. Zu Leid und Trauer über den Todesfall kommen nun eine hohe Summe für die Bestattung hinzu. Fälle, wo schnell und unbürokratisch geholfen werden müsse.

In einem weiteren Fall wäre Sabbagh dankbar für Hilfe oder Hinweise: Ein Mann, dem beide Beine amputiert wurden und der im dritten Stock wohnt, sucht dringend nach einer barrierefreien Erdgeschoss-Wohnung, um auch mal wieder rauskommen zu können. Hier wäre Sabbagh froh, wenn ein eventueller Vermieter sich bei ihm melden könnte.

Kontakt und Konto

Jamill Sabbagh, Telefon: 0171 2654217, E-Mail: J.Sabbagh@t-online.de.

Spenden für die Weihnachts- und Tafelaktion können aufs das Konto der Donnersberger Initiative für Menschen in Not: IBAN: DE13 5405 1990 0030 0110 01, BIC: MALADE51ROK, überwiesen werden.