Steinbach
Donnersberger Carneval-Verein: Tollität Chantal I. lebt ihren Kindheitstraum
Chantal Saliger schwärmt: „Die Inthronisation in der PWV-Hütte in Steinbach vor einer großen Anzahl von karnevalistischen Abordnungen war schon beeindruckend.“ Mit ihrer Krönung zur Prinzessin des 1. Donnersberger Carneval-Vereins (DCV) ist für sie ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Seither ist sie als Tollität Chantal I. die Regentin über die gesamte Narrenschar im Donnersbergkreis. Zudem hat sie etliche Auftritte sowohl in der Nord- und Westpfalz als auch in der Vorderpfalz absolviert.
Bereits in jungen Jahren war sie als kleine Prinzessin auf Kindermaskenbällen dabei, hat von klein auf die Fasnachtstraditionen hautnah miterlebt. „Schon damals träumte ich davon, die Prinzessin eines Karnevalvereins zu sein“, erinnert sich die stets gut gelaunte Kaiserslauterin. Allerdings hatte sie zunächst keinen Kontakt zu einem Narrenverein. Das änderte sich durch ihren Freund Damian, dem Sohn der DCV-Vorsitzenden Melanie Klein.
Mit Charme und Humor sehr schnell eingelebt
„Der Kindheitstraum von Chantal drang zu unserer Vorstandschaft durch, und da lag es nahe, sie zu unserer Regentin zu küren“, erläutert Sitzungspräsident Günter Bräun. „Wir haben die richtige Entscheidung getroffen, denn mit ihrem Charme und Humor hat sie sich sehr schnell in die große Familie der Fasnachter eingelebt, und mit ihrer Ausstrahlung erfreut sie das närrische Volk“, sagt er. Bei ihrer Inthronisation wurde Chantal mit den Utensilien der Macht ausgestattet: dem Zepter, dem Mantel und der Krone. „Gerne vertrete ich den Verein und die Nordpfalz weit über die Kreisgrenzen hinaus“, sagt die 25-Jährige. Sie persönlich beeindrucken an den Prunksitzungen vor allem die Darbietungen der jungen Tanzmariechen, die mit viel Elan über die Bühne wirbeln, sowie die ideenreichen und schwungvollen Showtänze.
Unvergessen bleibe für sie die Teilnahme an der westpfälzischen Fasnacht als zentrale Veranstaltung in Pirmasens, erzählt die Auszubildende zur tiermedizinischen Fachkraft. Viele nette und humorvolle Menschen habe sie dort kennengelernt. Chantal sagt von sich, dass sie die Fasnacht so liebe, weil sie „für jeden Spaß zu haben“ sei. Den Aschermittwoch werde sie etwas wehmütig erleben, denn er markiert das Ende ihrer Amtszeit – zumindest vorerst. „Wenn sich eine zweite Amtszeit anschließen würde, wäre ich begeistert“, verrät Chantal. Doch ob mit oder ohne Zepter: An die vielen schönen Erlebnisse werde sie sich ihr Leben lang mit Freude erinnern. Und mit der Fasnacht ist es für sie an Aschermittwoch ohnehin nicht vorbei: „Ich trage mich mit dem Gedanken, eine Showtanzgruppe aufzubauen, in der ich dann selbst mittanzen werde“, sagt Saliger. Längst ist die kleine Prinzessin von früher eine Fasnachterin mit Leib und Seele.