Donnersbergkreis „Dickes Bein ein häufiges Symptom“

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KAISERSLAUTERN. Einen kombinierten Informationstag für Fachleute und Patienten organisiert das Gefäßzentrum Westpfalz für Mittwoch. Unter Federführung von Manfred Dahm beginnt der Info-Tag für Patienten um 14 Uhr im Tagungszentrum Betzenberg (Nordtribüne). Marita Gies hat mit dem Chefarzt der Thorax-, Herz- und gefäßchirurgischen Klinik am Westpfalz-Klinikum gesprochen.

Das Gefäßzentrum bietet gleich drei Veranstaltungen an. Der Patiententag ist für Besucher wohl der interessanteste. Es geht um das „dicke Bein“. Worum handelt es sich denn dabei?

Das „dicke Bein“ ist eines der häufigsten Symptome. Für die Entstehung kommen etliche Erkrankungen in Frage. Venenerkrankungen, Thrombose, auch Erkrankungen der Lymphgefäße oder des Herz-Kreislaufsystems. Vieles fällt in mein Fachgebiet, doch auch andere Fachrichtungen sind wichtig. Sie sind der Leiter des Gefäßzentrums Westpfalz. Welche weiteren Fachrichtungen sind am Mittwoch dabei? Unser Gefäßzentrum ist eins, das sektoren- und standortübergreifend arbeitet. In dieser Art gibt es nur gut 30 in Deutschland. Wir haben den Angiologen Rainer Schmiedel, den Leiter der Abteilung für Angiologie in Kusel, Peter von Flotow, sowie Burghard Schumacher und Johannes Treib aus Kaiserslautern mit dabei. Die radiologischen Institute sind mit Udo Meyer (Kaiserslautern) und Andreas Großhans aus Kusel vertreten. In der Gefäßchirurgie haben wir Wolfgang Fischer aus Kusel und meine Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. Zusammen behandeln wir etwa 5000 Patienten im Jahr. Am Patiententag ist eine moderierte Podiumsdiskussion geplant. Wer sind die Gesprächsteilnehmer? Rainer Schmiedel moderiert. Weiterhin sind Ärzte des Westpfalz-Klinikums aus Kusel und Kaiserslautern auf dem Podium. Die Fachrichtungen, die sie vertreten, sind die Gefäßchirurgie, die Kardiologie, die Angiologie sowie die Nephrologie und Hämostaseologie. Daneben werden Stände von Sportvereinen aufgebaut, auch zur Raucherentwöhnung wird informiert. Sanitätshäuser sind vertreten, weil beispielsweise bei Diabetikern − einer wachsenden Gruppe in der Gefäßtherapie − die Versorgung mit guten Schuhen extrem wichtig ist, um Druckstellen zu vermeiden. Stichwort Vorbeugung: Kann jeder selbst etwas tun, um „dicke Beine“ zu vermeiden? Sport und Bewegung sind in der Gefäßmedizin enorm wichtig. Am besten ist Ausdauersport wie Walking, Jogging, Radfahren oder Schwimmen. Wir wollen die Menschen für die Gefäßmedizin sensibilisieren, weil sie viel tun können, damit die Erkrankung weniger schwer ausfällt. Bevor um 18 Uhr eine gefäßmedizinische Fortbildung für medizinisches Fachpersonal im Tagungszentrum Betzenberg beginnt, steht um 16 Uhr eine Fortbildung auf dem Programm. Ist sie für Laien interessant? Ja, mit der Podiumsdiskussion wollen wir auch Patienten ansprechen. Hier geht es unter anderem um entstauende Maßnahmen, um die manuelle Lymphdrainage und Physiotherapie, um maschinelle entstauende Maßnahmen und nicht zuletzt die Bestrumpfung. (ita/Foto: privat)

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