Donnersbergkreis Das Ur-Duell westlich des Donnersbergs

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Rockenhausen. TTF Rockenhausen versus TTC Winnweiler: Am Donnersberg ist diese heiße Paarung der Inbegriff des Schlagers, eine alte Rivalität. Heute (19 Uhr, Realschulturnhalle) duellieren sich in der Bezirksklasse Westpfalz Nord (Ost) die zweiten Mannschaften beider Traditionsklubs. Mehr Drama geht nicht: 18:6-Punkte haben TTF und TTC auf der Kante, eine Vorentscheidung um den Einzug in die Relegation könnte fallen. Wer macht’s? Rockenhausen hat die Nase wohl vorn.

Unterschiedlich waren die vergangenen Wochen. Ginge man alleine nach dem Trend der zwei Ur-Rivalen, könnte man ohne Überlegung den Sieger verkünden. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. „Es würde nicht passen, jemandem jetzt die Favoritenrolle in die Schuhe zu schieben. Die sind besser drauf als wir. Aber das ist offen, 50 zu 50“, ahnt Markus Harz, gute Seele der TTF Rockenhausen II und Kapitän. Lange verteidigte sein Sextett Position zwei, kurz vor der Halbzeit plumpste es in eine Mini-Krise. Ungünstiger Zeitpunkt. Zwei der drei letzten Begegnungen vergeigte es. Die TTF II, zuvor souveräner Bezirksklasse-Zweiter, vertändelten ihren Status. „Wir sind zu inkonstant. Mal ist der eine gut, dann die anderen“, mäkelt TTF-Nummer-eins Björn Schläfer, wegen spektakulärer Noppen-Abwehr „der Fischer“ genannt. „Gegen die guten darf man sich das nicht erlauben! Da muss jeder funktionieren.“ Gunter Franck, Präsident des TTC Winnweiler und seit dieser Saison Spielführer der Zweiten, greift gerne mal in die Trickkiste. Ein Markenzeichen. Denkt der erfahrene Taktikfuchs aber an den Derby-Schlager heute, beschleicht ihn ein ungutes Gefühl. Das Hinspiel endete 9:5 für die TTF. Und Franck muss ausgerechnet jetzt Thomas Pfannenstein ersetzen. Die TTC-Spitze weilt im Urlaub, das Team hat sich mit der Spielverlegung verzettelt. „Der Ausfall ist entscheidend und macht fast eine ganze Spielklasse aus. Wir sind auch noch auf der Suche nach Ersatz. Vielleicht müssen wir zu fünft ran“, bibbert Franck und glaubt: „Hinten gehen wahrscheinlich vier Punkte weg.“ Pendant Harz macht nicht den Fehler, voreilig zu jubeln. „Ich nehme das zur Kenntnis und warte ab. Man kann auch gegen fünf Mann verlieren“, meint er trocken. Grund zum Meckern hat Franck dabei momentan kaum: Am Samstag knöpfte seine Truppe Primus TTV Siegelbach II ein 8:8 ab. Die letzten fünf Spiele verlor der TTC II nicht – er holte auch Dauer-Rivale Rockenhausen ein. Nun sind beide punktgleich. Wer den Lokalfight gut übersteht, dem winkt die Relegation. Showdown. Kleines Finale. Und das, nicht zu vergessen, in einem Duell zweier Aufsteiger. Doch Aufstieg, was würde das bedeuten? Einen Schub, einen Antrieb? Kaum, sind sich beide Mannschaftsführer einig. Klettern sie tatsächlich in die Bezirksliga, hieße das für jeden: Totalabschuss. Es fehlt einfach vorne eine Granate, ein solider Punkteriese. „Wir waren nie am zweiten Platz interessiert. Die Bezirksliga ist eine Nummer zu groß“, betont „Oldie“ Franck. Harz stimmt zu: „Unser Gesamtpaket wäre zu schlecht.“ Bezirksliga, sagt er, sei auch nichts, was man sich mega-stolz „auf den Briefkopf schreibt“. Was aber nicht heißt, dass die TTF schenken. Sie wollen wieder Zweiter sein! „Man könnte jetzt die alten Klischees bedienen. Die Euphorie ist weg und so weiter. Nein, wir haben eben zweimal schlecht gespielt“, erklärt sich Harz, der durch ein Formtief in die Mitte rutschte, die aktuelle Trockenperiode. „Winnweiler ist einen Tick besser in Form“, weiß Schläfer. Nur: Pfannensteins Ausfall trifft den TTC wie ein Schlag. Die TTF II könnten heute ihre Patzer der vergangenen Wochen ausmerzen… (ppp)

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