Mannweiler-Cölln
Beliebte Pfälzer Pizzeria „Dino“: Liebe, Familie und Calzone
Geburtstagsfeiern haben in der Pizzeria „Dino“ gewissermaßen Tradition. Die Inhaber ließen es sich zum Zehnjährigen, zum 20-Jährigen und auch fünf Jahre später nicht nehmen, größere Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und gemeinsam mit Freunden und Stammkunden zu feiern. Am 16. November steht nun der 35. Geburtstag des familiengeführten Restaurants an. „Wir wollen uns wieder etwas Besonderes ausdenken, aber machen das nicht mehr so groß wie damals“, sagt Claudia Tedesco. Man sei inzwischen auch nicht mehr so jung und könne derart große Veranstaltungen nicht mehr so leicht stemmen. Dennoch ist die Motivation groß, wieder gemeinsam auf den Jubeltag anzustoßen und kleinere Aktionen zu planen. Vor allem, weil der 30. Geburtstag aufgrund der Corona-Pandemie nicht gefeiert werden konnte.
Zuviel möchte Claudia Tedesco allerdings noch nicht verraten. „Es gibt schon ein paar Ideen, mal sehen, was sich daraus entwickelt“, sagt sie. Eventuell ein kleines Quiz für die Gäste, inklusive Gewinnspiel. Wer am Geburtstagswochenende kommt, soll natürlich auch ein Gläschen Sekt bekommen. Auch ein paar besondere Leckereien sind denkbar. Auf jeden Fall bietet der 35. Geburtstag für die Tedescos wieder mal einen Anlass, zurückzublicken. 1990 eröffneten sie ihre Pizzeria „Dino“ noch in Alsenz, in den Räumlichkeiten des früheren „Alsenzer Hof“. Noch heute schwärmen Claudia Tedesco und ihr Mann Diego, genannt „Dino“, von der „tollen Atmosphäre“, die dort damals geherrscht hatte. 2003 folgte der Umzug nach Mannweiler-Cölln, wo sie seitdem ihre italienischen und deutschen Speisen anbieten.
Treues Personal mitunter schon 30 Jahre dabei
Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, ist vieles im Gastronomie-Betrieb der Familie Tedesco gleich geblieben. Unter anderem Mitarbeiter, die teilweise seit fast 30 Jahren dabei sind. „Viele sind länger als zehn Jahre dabei“, sagt Claudia Tedesco. Und das, obwohl die Familie keinen davon fest angestellt hat. „Es ist hier wie in einer großen Familie. Auch wenn es in der Hektik des Küchen- oder Servicebetriebs mal kracht, setzen wir uns danach zusammen an einen Tisch und sprechen darüber. Am Ende lachen wir alle miteinander“, sagt sie. Entsprechend gut können die Tedesco den Personalmangel bewältigen, der die Gastronomiebranche plagt. Auch, weil Sohn Gianluigi längst mithilft und das Talent des Vaters geerbt zu haben scheint, den Kontakt mit den Kunden zu suchen und das freundliche Gesicht hinter dem Tresen zu sein.
Dennoch ist der Blick in die Zukunft ein ungewisser. „Wir werden eben nicht jünger“, sagt Claudia Tedesco immer wieder. „Dino“ selbst winkt bei der Frage nach dem 40-Jährigen in fünf Jahren zunächst ab. Dann lächelt er aber schnell wieder. Denn eigentlich kenn er sich gar nicht vorstellen, mit der geliebten Arbeit im eigenen Restaurant aufzuhören. Schließlich ist die Gastronomie das, was die gemeinsame Geschichte mit Frau Claudia vom Anfang an begleitet hat. „Die beste Calzone“, wie sie betont, war es einst, die sie mit ihrem „Dino“ zusammengebracht hat. Damals, Mitte der 1980er-Jahre, arbeitete er im Restaurant seines Cousins in Rockenhausen. „Der hatte ihn aus Sizilien nach Deutschland geholt“, fährt sie fort. Als Gast war sie dort und lernte nicht nur das besondere Familienrezept für Calzone lieben.
Ehrenplatz für Kinder-Kunst und Fotogalerie
Den gemeinsamen Schritt zum eigenen Restaurant haben sie nie bereut. Und als Sohn Gianluigi zur Welt kam, wurde kurzerhand eine Kinderecke im Laden integriert. „Die war lange Zeit sehr beliebt und wird immernoch manchmal genutzt“, sagt sie. Auch wenn die Zeiten vorbei sind, in denen sie die Spielsachen des eigenen Sohnemanns dort ausbreiten konnten. Wie wohl sich die Kleinen weiterhin im Restaurant „Dino“ fühlen, sieht man auch an zwei kleinen Kunstwerken. „Die hat uns eine sehr junge Stammkundin gemalt“, erklärt Claudia Tedesco stolz. Einen Ehrenplatz hat außerdem die Fotogalerie aus nun 35 Jahren „Dino“-Historie. „Die Idee mit den Fotos war entstanden, als wir in der Pandemie nicht feiern und unser Essen auch nur zum Mitnehmen anbieten konnten“, erinnert sie sich. Damals hingen die Bilder im Flur und an der Treppe hoch zum Restaurant. Nun sind sie Teil des Gastro-Raumes geworden.
Erinnerungen wie diese prägen die Familie Tedesco zuhauf. So macht es trotz des Alters unverändert viel Spaß, die Pizzeria an fünf Tagen in der Woche zu öffnen und mittlerweile in die zweite oder bereits dritte Generation von Gästen begrüßen zu dürfen. „Wir hatten hier schon Taufen von Kindern, deren Eltern hier auch ihre Taufe gefeiert hatten“, freuen sich die Tedescos. Eine treue Kundschaft also, die neben dem Personal eine starkes Fundament bildet, um auch nach 35 Jahren noch erfolgreich zu sein.