Donnersbergkreis Ausgeglichener Haushalt bleibt Ziel

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Der Haushaltsplan 2014/15 stand auf der Tagesordnung bei der jüngsten Ratssitzung in Albisheim. Allen Beschlussvorlagen stimmte der Rat nach einer ausführlicher Erläuterung der Planzahlen durch Finanzsachbearbeiterin Steffi Hackl sowie durch Ortsbürgermeister Friedrich Strack ohne größere Aussprache einhellig zu.

Für den Doppelhaushalt wurden im Wesentlichen die Ansätze und Zahlen vom Vorjahr übernommen. Der Haushalt enthält vorwiegend Beträge zur Erfüllung der Pflichtaufgaben. Die Haushaltskonsolidierung sei trotz fehlender Einnahmen und schlechter Finanzausstattung durch das Land weiterhin Ziel. Die Gemeinde beschränke alle freiwilligen Ausgaben auf das unbedingt Notwendige und kümmere sich weiterhin um die Unterhaltung von Straßen und Gebäuden, hieß es. Dabei komme ihr zukünftig die Einnahmen durch die Windkraftanlagen zu Hilfe.

Der Ergebnishaushalt weist weiterhin Fehlbeträge aus, trotz Steigerung der Erträge durch erhöhte Grundsteuern, Wirtschaftswegebeiträge, Einkommensteueranteile und Schlüsselzuweisungen.

2014 fehlen 134.550 Euro, und 2015 liegt das Defizit bei 124.250 Euro. Dadurch schrumpft weiterhin das Eigenkapital der Gemeinde zum Jahresende 2015 auf 2.669.337 Euro. Allerdings ist festzustellen, dass sich diese jährlichen Fehlbeträge gegenüber denen vor 2010 fast halbiert haben und auch weiterhin einen Abwärtstrend aufweisen, hieß es auf der Sitzung. Die Gesamtschulden von Albisheim setzen sich aus langfristigen Krediten und Kassenkrediten zusammen. Die langfristigen Schulden belaufen sich für 2014 auf 360.536 Euro und für 2015 auf 326.636 Euro. Das entspricht bei 1686 Einwohnern einer Pro-Kopf-Verschuldung von 214 beziehungsweise 194 Euro.

Der Finanzhaushalt schließt für 2014 mit einem Fehlbetrag von 174.650 Euro, der mittels einer Kreditaufnahme von 219.000 Euro bei einer Tilgung von 41.200 Euro und einer Reduzierung des Kassenkredits um 3150 Euro ausgeglichen wird. Für 2015 ergibt sich ein Überschuss von 86.350 Euro. Damit kann bei Berücksichtigung einer neuen Kreditaufnahme von 2000 und einer Tilgung von 35.900 Euro eine Abnahme des Kassenkredites um 52.450 Euro erreicht werden.

Für 2014 sind folgende wesentliche Investitionsmaßnahmen vorgesehen: Anschaffung von Spielgerät für den Spielplatz Süd III (7000 Euro, gedeckt durch Bauplatzverkauf), Anlegung eines naturnahen Spielplatzes (100.000 Euro, gedeckt je zur Hälfte durch Zuschuss aus Spielplatzplanung und Kreditaufnahme), Grundstückkauf für Dorferneuerung (20.000 Euro, finanziert durch Bauplatzverkauf), Sanierung der Leiselbachbrücke (215.000 Euro, gedeckt durch Landeszuschüsse von 128.000, Rest durch Kredite), Verbreiterung des Fahrradweges im Gewerbegebiet Steinmühle (50.000 Euro, finanziert durch dortigen Grundstücksverkauf), Ankauf neuer Ausgleichsflächen für Windkraftanlagen (40.000 Euro, Kostenerstattung durch den Betreiber der Windkraftanlagen), Planungskosten für Ausbau Riedweg (10.000 Euro, finanziert durch Zwischenkredit) und Sicherung von Entwässerungsgräben (25.000 Euro, finanziert mit Krediten bei Tilgung durch Wirtschaftswegebeiträge.

Im Jahr 2015 sollen unter anderem investiert werden: 3000 Euro für die verbleibenden Arbeiten am Spielplatz Süd III (finanziert durch Bauplatzverkauf), 30.000 Euro für Ankauf weiterer Ausgleichsflächen (Kostenerstattung durch WKA-Betreiber) sowie 340.000 Euro für Ausbau Riedweg (finanziert inklusive der 10.000 Euro Planungskosten aus 2014 je zur Hälfte durch Landeszuschüsse und Zuschüsse der Jagdgenossenschaft.

Ortschef Strack informierte den Gemeinderat abschließend noch darüber, dass die Ausschreibung für den Radweg entlang der Pfrimm nach Aussage des Landesbetriebs Mobilität in etwa zwei Monaten abgeschlossen sein wird. Baubeginn für den Radweg soll demnach im Spätsommer dieses Jahres sein. (dgw)

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