Steinbach
Abgesagter Donnersberg Trail und Wandermarathon: Bürger demonstrieren
Am Samstag, 9. Mai, haben zahlreiche Demonstranten vor dem Bürgerhaus in Steinbach gegen die Absage des Donnersberg Trails und des Wandermarathons protestiert. Grund für die kurzfristigen Ausfälle sind laut Veranstalter Vorgaben des Waldgesetzes gewesen. Dabei habe besonders der Wandermarathon mit rund 700 Anmeldungen großes Interesse geweckt. Simon Lauchner, Geschäftsführer des Donnersberg Touristik Verbandes, betonte die überregionale Bedeutung der Veranstaltungen. Sie seien ein wichtiges Aushängeschild für die Region. Die aktuellen Auflagen mit möglichen Baumfällungen seien aus seiner Sicht nicht zielführend, da jeder Waldbesucher grundsätzlich dem gleichen Risiko ausgesetzt sei.
Auch Kreisbeigeordneter Karl Landfried hob den hohen Erholungswert des Waldes hervor. Veranstaltungen stärkten die Attraktivität der Region und seien wichtige soziale Treffpunkte für alle Generationen. Tim Andreas vom Lauf Club Donnersberg verwies auf die Eigenverantwortung der Teilnehmer. Ein völlig risikofreier Waldbesuch sei nicht möglich. Mit solchen Verboten verliere vor allem das Ehrenamt. Rudolf Jacob, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler, sprach von einem „typischen deutschen Bürokratenproblem“ und forderte eine realistischere Anpassung des Waldgesetzes.
