Höringen 65 Jahre Liebe und FCK: Höringer Ehepaar feiert Eiserne Hochzeit

Marianne und Gerhard Molter sind stolz darauf, auch nach 65 Ehejahren immer noch zusammenzuhalten.
Marianne und Gerhard Molter sind stolz darauf, auch nach 65 Ehejahren immer noch zusammenzuhalten.

Seit 65 Jahren gehen Marianne und Gerhard Molter aus Höringen gemeinsam durchs Leben. Am 26. März feiern sie Eiserne Hochzeit. Der 1. FCK durfte in all der Zeit nie fehlen.

„Wir sind absolute FCK-Fans“, beschreibt Marianne Molter eine große Leidenschaft, die dem Paar bis heute erhalten geblieben ist. Die ganze Familie, also die drei Söhne samt Schwiegertöchtern, die drei Enkel und zwei Urenkel seien vom Fußballfieber gepackt. Viele Spiele haben Marianne und Gerhard Molter oben auf dem Betzenberg erlebt, mit dem Alter aber bevorzugen sie nun das Geschehen im heimischen Wohnzimmer zu verfolgen. Wenn der FCK im Fernsehen laufe, blieben alle anderen Programme aus, sagt Marianne Molter freudestrahlend. „Selbst unser achtjähriger Enkel ist ein verrückter FCK-Fan. Das bereitet uns unsagbare Freude.“

Aber auch so teilten die beiden viele Gemeinsamkeiten über die Jahre hinweg: Eine große Leidenschaft sei das Wandern gewesen. „Wir sind immer viel gelaufen, kreuz und quer, sogar von Höringen bis auf den Donnersberg“, erzählt die 84-Jährige. „Und wir haben beide immer gerne getanzt.“ Selbst ihr Berufsleben verbrachten sie bei demselben Arbeitgeber, der Technischen Universität Kaiserslautern. „Wir konnten sogar gemeinsam zur Arbeit fahren“, erzählt Gerhard Molter, der 31 Jahre in der Modellwerkstatt im Fachbereich Architektur gearbeitet hat. Marianne Molter hingegen war 28 Jahre in der Hochschulverwaltung angestellt.

Gegen Rat des Onkels gewehrt

Trotz der vielen Zeit, die das Paar im Alltag miteinander verbrachte, „haben wir uns nie gestritten“, beschreiben die beiden ihre Ehe als harmonisch. „Vielleicht auch, weil wir früher wenig Geld hatten, hart arbeiten und viel sparen mussten, um uns etwas aufzubauen“, glaubt der 86-Jährige, dass diese Zeit den Zusammenhalt geprägt habe. „Aber wir waren auch schon immer auf einer Linie.“

Dabei sei es für sie nicht von Anfang an selbstverständlich gewesen, dass sie einmal den Schreiner heiratet, den sie 1956 kennengelernt hatte, berichtet die 84-Jährige. Damals hatte ihn sein Vater an die Grundschule in Höringen geschickt, um beim Einstellen der Fenster zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt habe sie aber von ihm noch nichts wissen wollen. „Mein Onkel hat darauf gepocht, dass ich mal einen Schreiner heirate. Und Gerhard war Schreiner. Da habe ich mich lange gewehrt“, erklärt sie. Dass das Paar drei Jahre später doch den Gang vor den Altar wagte, das habe sie in all den Jahren kein einziges Mal bereut.

Mehr zum Thema
x