Donnersbergkreis 13 Kandidatinnen streiten um eine Krone

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Mainz. Es war zuletzt im Jahr 1963, als Mainz im Herbst ganz im Fokus der bundesweiten Weinwelt stand. Vor 53 Jahren wurde zuletzt eine Deutsche Weinkönigin in Mainz gewählt. Nun ist es wieder soweit: Am 24. und 30. September wird in der Rheingoldhalle die höchste Krone des deutschen Weinbaus vergeben. Mit dabei sind auch die Hoheiten aus der Pfalz und Rheinhessen.

Das Jubiläum 200 Jahre Rheinhessen lockt die Show nach Mainz, die Wahl sei „eine der spannendsten und schönsten Entscheidungen, die Deutschland hat“, schwärmte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). In der Tat: Wenn Deutschland seine Weinkönigin sucht, müssen Weinwissen, Marketingkompetenz, Rhetorik und Auftreten sitzen. 13 Kandidatinnen treten am 24. September zur Wahl an, alle haben ein deutsches Weinanbaugebiet zuvor ein Jahr lang als Gebietsweinkönigin vertreten. Die Rheinhessin Sabrina Becker traf im Jubiläumsjahr 200 Jahre Rheinhessen schon Bundeskanzlerin Angela Merkel, Uwe Ochsenknecht und Mario Adorf. Im indischen Neu Delhi warb sie für rheinhessische Rieslinge, moderierte die größte Weinprobe der Welt im Radio in Siefersheim. „Die Schule Weinkönigin prägt einen fürs Leben“, sagt die 25-jährige Winzerin aus Spiesheim, die ihre Winzerlehre im Weingut Karl May in Osthofen und im Ingelheimer Weingut Mett absolvierte und außerdem gelernte Bürokauffrau ist. Vom Cool-Climate-Riesling schwärmt Becker, von der Dynamik und Innovationsfreude junger Winzer. „Wir sollten an den heimischen Rebsorten festhalten, auf die Herkunft, die Regionalität und die eigenen Stärken setzen“, sagt sie ganz professionell – wenn eine Rheinhessin im Jubiläumsjahr in Mainz Deutsche Weinkönigin würde, die Region stünde Kopf. Aus der Pfalz kommt Julia Kren. Die gebürtige Meckenheimerin studierte in Heilbronn Weinbetriebswirtschaft und arbeitet im Weingut Winter in Dittelsheim-Hessloch. „Die enorme Vielfalt, die wir in Deutschland haben, jede Region hat ihre eigene Art und Kultur, verschiedene Böden und Rebsorten“, schwärmt sie, das wolle sie den Menschen nahebringen. Die Kandidatinnen müssen sich in zwei Runden einer 70-köpfigen Jury stellen: Am 24. September geht es in der Fachbefragung zunächst um fundiertes Weinwissen. In der live vom Fernsehen übertragenen Wahlgala am 30. September werden dann aus den sechs Finalistinnen die Deutsche Weinkönigin sowie zwei Deutsche Weinprinzessinnen gekürt. 80 Prozent der Karten sind bereits verkauft.

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