Herxheim am Berg RHEINPFALZ Plus Artikel ZDF-Küchenschlacht: Mit Dubbeglas ins Fernsehstudio

Im Hamburger Küchenschlacht-Studio: Steffen Schwanitz (links) mit den anderen Teilnehmern sowie Robin Pietsch Mitte) und Tarik R
Im Hamburger Küchenschlacht-Studio: Steffen Schwanitz (links) mit den anderen Teilnehmern sowie Robin Pietsch Mitte) und Tarik Rose (sitzend).

Kochen ist seine große Leidenschaft. Jetzt kann Steffen Schwanitz sie bei der Küchenschlacht im ZDF vor einem Millionenpublikum ausleben. Wie schlägt sich der Pfälzer?

„100 Sendungen der Küchenschlacht habe ich bestimmt schon geschaut“, sagt Steffen Schwanitz. Jetzt ist der 60-Jährige aus Herxheim am Berg selbst dabei. Seit Montag kocht er mit anderen Hobbyköchen um den Finaleinzug, der am Freitag ausgestrahlt wird. Jeden Tag scheidet ein Kandidat der anfangs sechs Teilnehmer aus. Am Ende treten zwei Kandidaten gegeneinander an.

Wer die beiden ersten Folgen und das Lob der Kochprofis vernommen hat, der ahnt: Steffen Schwanitz könnte weit kommen. „Über meine Paella sagte Juror Tarik Rose nach der Sendung, dass es die beste gewesen ist, die er jemals gegessen hat“, erzählt Schwanitz stolz. Das spanische Reisgericht kochte der 60-Jährige in der ersten Sendung, die am Montag zu sehen war. Beste Noten gab es auch für sein Rindertartar mit confiertem Eigelb am Dienstag. Selleriesticks mit Erbsenpüree sollen als vegetarisches Gericht am Mittwoch folgen. Für Donnerstag hat sich Schwanitz marinierten Lammrücken vorgenommen, für Freitag in Wirsing gedämpften und frittierten Kabeljau. „Vorab mussten der jeweilige Name des Gerichts samt Foto und vollständigem Rezept eingereicht werden“, erklärt Schwanitz. Bei der Aufzeichnung muss jeder Handgriff in 35 Minuten sitzen – beäugt von den Zuschauern im Studio sowie von Moderator Robin Pietsch, der in diesem Jahr mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. „Ich hatte zum Beispiel das Gefühl, dass eine Herdplatte nicht richtig funktioniert. Die wurde nicht richtig heiß. Da muss man dann improvisieren“, verrät Schwanitz. Geklappt habe auch nicht alles. Die gute Laune hat er bei den Aufnahmen trotzdem nie verloren. „Das war ein ganz tolles Team – vor und hinter der Kamera“, schwärmt er.

Die Pfalz in Szene gesetzt

Ganz wichtig für seine Fans zu Hause: Schwanitz dachte bei seinen Auftritten im Hamburger Studio sowie hinter der Bühne immer daran, die Pfalz in den Vordergrund zu stellen. So trug er bei den Aufnahmen stolz ein Schorle-T-Shirt und setzte auch ein Dubbeglas mit „Glücksschorle“ an seiner Kochstelle im Studio in Szene. „Wenn ich schon die Gelegenheit bekomme, im Fernsehen zu sein, mache ich natürlich Werbung für die Pfalz“, betont Schwanitz. Gerne hätte er auch ein Shirt der „Anonyme Giddarischde“ angezogen. Da habe die Aufnahmeleitung jedoch nicht mitgespielt. „Da war die Werbung wohl zu offensichtlich. Das war dann nicht erlaubt“, erklärt er.

Am 31. Juli habe er erfahren, dass er vom 4. bis 6. September für die Aufzeichnung im Studio stehen wird – nach etlichen Castings, die er seit Juni mit Bravour absolvierte. Seine Bewerbung verschickte Schwanitz im Juni, nachdem er als Zuschauer bei einer Küchenschlacht-Aufnahme dabei war und ihn Moderator Johann Lafer in einem kleinen Plausch dazu ermutigt hatte, es doch ruhig einmal zu versuchen. Vor der Kamera habe er keine Angst gehabt. „Ich war 25 Jahre bei der Dorffasnacht auf der Bühne“, gibt er als Erklärung für das ausgebliebene Lampenfieber an. Genügend Kocherfahrung hat Schwanitz sowieso: Die ersten Gerichte hat der gebürtige Ungsteiner schon als Teenager gelernt. Die schaute er sich bei seiner Mutter ab. Heute sind die TV-Kochprofis seine größte Inspiration. Die Salatzubereitung sowie das Backen überlässt er in der heimischen Küche lieber seiner Frau Silvia. „Ich koche nicht genau nach Rezept“, sagt Schwanitz. Er verpasse jedem Gericht gerne seine eigene Handschrift.

Geburtstagsfeier verschoben

Der Tischlermeister, der seine eigene Schreinerei im Herxheimer Pfaffenhof 28 Jahre lang geführt und 2024 aufgegeben hat, hat das Kochen immer als großes Hobby betrieben – neben seinem Engagement in zahlreichen Vereinen wie dem TV Ungstein, SV Rot-Weiss Seebach oder dem TTC Bad Dürkheim. Für die Fernsehaufnahmen musste Schwanitz seine Feier zu seinem 60. Geburtstag verschieben. Wein und Sekt von der Herxheimer Winzergenossenschaft nahmen Schwanitz und seine Frau dann einfach mit nach Hamburg – um dann unter anderem mit Robin Pietsch und Cornelia Poletto anstoßen zu können.

Kurzinfo

Die Küchenschlacht im ZDF wird täglich um 14.15 Uhr ausgestrahlt. In der Mediathek sind die aktuellen Folgen schon früher abrufbar.

Steffen Schwanitz kam in Schorle-T-Shirt und mit Dubbeglas ins Studio.
Steffen Schwanitz kam in Schorle-T-Shirt und mit Dubbeglas ins Studio.
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