Bad Dürkheim Wurstmarkt: „Rettung“ aus 50 Meter Höhe
Wenn die Fahrgeschäfte während des Zwischenmarktes des Dürkheimer Wurstmarktes stillstehen, rücken Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren in jedem Jahr aus, um riskante Rettungsmanöver zu üben. Die Besucher des größten Weinfestes der Welt konnten am Mittwochnachmittag live verfolgen, wie Personen aus den oberen Gondeln des Jupiter-Riesenrades gerettet und sicher nach unten gebracht wurden.
Thomas Wolf von der Dürkheimer Wehr hatte die Übung organisiert. Mit insgesamt 22 Einsatzkräften, die von den Berufsfeuerwehren Kaiserslautern und Ludwigshafen sowie den Freiwilligen Wehren Frankenthal und Bad Dürkheim entsandt wurden, kam ein Teleskopmast zum Einsatz. Dieser ermöglicht die Rettung von Menschen aus einer Maximalhöhe von bis zu 62 Metern. Das Rettungsgerät zählt zum Bestand der Ludwigshafener Feuerwehr. „Die Kameraden haben die Chance des ,Stillstands’ der Fahrgeschäfte während des Zwischenmarktes genutzt, um den Teleskopmast, der erst im letzten Jahr angeschafft wurde, für den Ernstfall zu testen“, erklärt Karlheinz Bayer, Wehrleiter der Bad Dürkheimer Feuerwehr. Sollte es zu einem Stromausfall oder einer Störung kommen und Fahrgeschäfte, die Menschen in große Höhen transportieren, still stehen, können die festsitzenden Fahrgäste mithilfe ausgebildeter Höhenretter geborgen werden.
Wie bei den „Bergrettern“
Einer dieser Retter ist Sascha Mutsch von der Feuerwehr Frankenthal. Problemlos klettert er im Stahlgerüst des Riesenrades bis hinauf zu den obersten Gondeln. Im Ernstfall werden die zu bergenden und zu rettenden Menschen entweder mit dem Korb des Teleskopmasts in Sicherheit gebracht – oder an einem Seil, sozusagen im „Tandem“ mit den Höhenrettern, wie man es auch oft in der Fernsehserie „die Bergretter“ beobachten kann.
Diese Aktion konnten die Zuschauer am Mittwoch gegen Ende der Übung mit Hochspannung verfolgen. Valerie Wolf, die genauso wie ihr Vater über alpine Klettererfahrungen verfügt und auch Mitglied der Dürkheimer Wehr ist, wurde von Mutsch sicher aus 50 Metern Höhe nach unten befördert. Sichtlich erleichtert, aber glücklich lächelnd, erreichte sie nach der gelungenen „Rettungsaktion“ wieder festen Boden unter den Füßen. Papa Thomas Wolf war zwar „etwas aufgeregt“, aber am Ende auch stolz auf seine Tochter.



