Bad Dürkheim
Weinbergnacht: Wie die Stadt den Zugang kontrollieren will
Gibt es noch Tickets für die Weinbergnacht?
Nein, sowohl die Weinpässe als auch die Flanierbändchen sind ausverkauft – für beide Abende, also den Freitag und den Samstag. Flanierbändchen benötigen Besucher, die abends durch die Weinberge zwischen Alter Stadtgärtnerei, Michelsberg und Römerkelter spazieren und Lasershow sowie Atmosphäre genießen möchten, aber über keinen eigenen Weinpass verfügen, weil sie sich vielleicht einen mit ihrem Partner teilen. An den 19 Essensständen können sich alle verpflegen. Es ist das erste Mal, dass die Bändchen verkauft werden, um die Besucherzahl zu regulieren – und um Zusatzeinnahmen zu erwirtschaften. Früher war die Weinbergnacht frei zugänglich und nur die Weinpässe mussten gekauft werden.
Wie viele Weinpässe und Flanierbändchen wurden verkauft?
Für beide Abende hat die Stadt jeweils 6000 Weinpässe und 2000 Flanierbändchen abgesetzt, wobei für Weinpass-Inhaber das Flanierbändchen inbegriffen ist. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es zwischen 5000 und 5200 Weinpässe pro Abend.
Erwartet die Stadt also mehr Besucher als im vergangenen Jahr?
Das ist schwer zu sagen, weil die Anzahl der Gäste, die in den vergangenen Jahren die Weinbergnächte besucht haben, ohne einen Weinpass gekauft zu haben, nicht erhoben wurde. Schätzungen gehen allerdings davon aus, dass an gut besuchten Samstagabenden um die 10.000 Besucher unterwegs waren. „Für uns ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die Zahl von 8000 Besuchern eine gute Größe ist“, sagt Marcus Brill, Fachbereichsleiter Kultur und Tourismus, vor der Premiere der Flanierbändchen.
Wird es Einlasskontrollen geben?
Nein. Stattdessen hat sich die Stadt dafür entschieden, auf der Strecke mehrere Kontrollposten einzurichten, an denen die Besucher ihr Flanierbändchen vorzeigen müssen. „Das kann auch im Vorbeigehen sein“, sagt Brill. Das Vorgehen habe sich bei anderen städtischen Veranstaltungen bewährt und sei mit Polizei und Ordnungsamt abgestimmt.
Benötigt die Stadt mehr Sicherheitspersonal?
Nein. Laut Brill bewegt sich die Anzahl der Sicherheitskräfte auf dem Niveau des Vorjahres.
Welche Vorkehrungen werden sonst noch getroffen?
Entlang der Strecke weisen Schilder laut Brill darauf hin, dass der für die Weinbergnacht genutzte Bereich zwischen 15 und 23 Uhr nur mit Flanierbändchen betreten werden darf.
Wo startet die Weinbergnacht?
Der offizielle Einstieg zur Weinbergnacht beginnt an der Alten Stadtgärtnerei in der Sachsenhütterstraße. An der dortigen Abendkasse tauscht man sein Ticket gegen Weinpass, Flanierbändchen und Glas.
Gibt es Glas, Weinpass und Bändchen noch woanders?
Ja, diese können gegen Vorlage des Tickets schon jetzt in der Tourist-Info in der Kurbrunnenstraße abgeholt werden. „Das spart Wartezeit“, rät Brill. Die Tourist-Info ist unter der Woche bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag bis 14.30 Uhr besetzt. Offizieller Start der Weinbergnacht ist an beiden Tagen jeweils um 17 Uhr.
Was ist mit Kindern?
Kinder bis 16 Jahre erhalten ein Kinderbändchen, wenn sie in Begleitung von Erwachsenen mit Weinpass oder Flanierbändchen auf der Weinbergnacht unterwegs sind.
Gab es auch Freikarten?
Ja. Wie Marcus Brill erklärte, seien über das Social-Tickets-Programm Flanierbändchen für Einkommensschwache ausgegeben worden. Dies sei sehr großzügig gehandhabt worden.
Gibt es größere Neuerungen bei Lasern oder Skybeamern?
Nein, laut Brill werden die Weinberge rund um Bad Dürkheim ähnlich in Szene gesetzt wie im vergangenen Jahr. Eingeleuchtet wird am Donnerstagabend.
Welche Besonderheiten gibt es noch?
Erstmals dabei ist das Bio-Weingut Neu, der selbstständige Ableger des Leistadter Weinguts Neu. Der heimliche Star der Weinbergnacht aber könnte die Mandelblüte sein: An der Strecke blühen bereits die ersten Bäume.