Fussball
Warnung vor befreitem FSV: Seebach peilt nächsten Heimsieg an
Der SV Rot-Weiss Seebach, Spitzenmannschaft und Aufstiegsaspirant in der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt, erwartet am Freitag, 19.30 Uhr, den FSV Schifferstadt II. Dieser ist als Achter im gesicherten Mittelfeld der Tabelle platziert.
In einem bis zum Schluss spannenden Hinrundenspiel stand die Partie lange auf der Kippe. Erst ein Treffer von Kapitän Sven Schuhmann, der kurz vor dem Abpfiff das 3:1-Endresultat bedeutete, brachte den Sieg in trockene Tücher. „Daran müssen wir Schifferstadt messen und nicht etwa an der 0:7-Pleite beim VfB Haßloch kurz vor Ostern“, warnt Seebachs Coach Jan-Marvin Dell. Der FSV habe den einen oder anderen Spieler wegen Personalmangels an die in der Landesliga spielende erste Garnitur abgeben müssen. Da die Schifferstadter Reserve weder auf- noch absteigen kann, sei das Team besonders gefährlich, weil es befreit aufspielen könne.
Für die Seebacher gilt es, das gute Umschaltspiel nach Ballgewinnen beizubehalten. „In der Hinrunde haben wir auf einem Naturrasen den 0:1-Rückstand gut weggesteckt und eine sehr erwachsene Leistung geboten. Daran wollen wir am Freitag anknüpfen“, hofft der Übungsleiter. Das sollte möglich sein, denn zu Hause sind die Rot-Weissen eine Macht. Neun Siege und ein Unentschieden, das 1:1 gegen den FV Berghausen, stehen in der Statistik. „In der Abstiegssaison 2024/25 ist uns diese Heimstärke abhandengekommen. Da haben wir zu oft verloren, was eine Erklärung für den vorletzten Tabellenplatz gewesen ist“, erinnert sich Dell.
Der Freitagtermin kam auf Wunsch der Gäste zustande, die am Sonntag das Landesligateam im Derby gegen den Lokalrivalen Phönix unterstützen wollen. Der FSV Schifferstadt II wird vermutlich auf eine fitte Seebacher Formation treffen, denn der Trainer hat zwar über Ostern freigegeben, aber den Nachweis eines individuellen Ausdauerlaufs eingefordert. Dieser sei notwendig gewesen, damit keiner einroste. „90 Prozent der Jungs haben mir das Ergebnis geschickt, die anderen sind verletzt oder angeschlagen. Das ist ein super Ergebnis und spricht für die gute Einstellung der Mannschaft“, freut sich Dell.
Die Personalsituation hat sich indes entspannt. Lucas Kohl und Nicolas Burret kehren in den Kader zurück, eventuell auch der an einer Fersenblessur laborierende Nick Getto. Dazu könnte Bruno Ribeiro erstmals nach seinem auskurierten Schlüsselbeinbruch und monatelanger Zwangspause auf der Bank sitzen. Ein erstaunlich gutes Spiel machte Jan Weiseborn beim 3:0 in Speyer, obwohl er zuvor nach wochenlangem Fehlen nur einmal trainiert hat.
Bleibt die Torwartfrage. Tim Vangheluwe und Peer Mauelshagen haben nach der Winterpause jeweils drei Partien bestritten. „Das Rennen bleibt offen – zumindest derzeit. Mal sehen, wie sich das Duell entwickelt“, hält der Coach die beiden Torhüter unter Spannung.