Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Wachenheims Mock trifft zweimal gegen SG Böhl-Iggelheim

Der zweifache Torschütze Luca Julian Mock vom TuS Wachenheim auf dem Weg zum Böhl-Iggelheimer Tor.
Der zweifache Torschütze Luca Julian Mock vom TuS Wachenheim auf dem Weg zum Böhl-Iggelheimer Tor.

Der TuS Wachenheim steigt nach dem 2:1 gegen SG Böhl-Iggelheim in die A-Klasse Rhein-Mittelhaardt auf.

Der TuS Wachenheim hat den Aufstieg in die A-Klasse Rhein-Mittelhaardt mit einem 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen die SG Böhl-Iggelheim perfekt gemacht. Das Hinspiel hatte der TuS mit 2:0 gewonnen.

Um 21.24 Uhr brachen auf dem Kunstrasenplatz in Wachenheim alle Dämme. Nach dem Schlusspfiff ließen Spieler und Fans beider Mannschaften ihren Gefühlen freien Lauf. Die SG Böhl-Iggelheim trauerte. Da floss manche Träne, aber der SG-Anhang feierte seine Mannschaft auch stolz und trotzig mit Blick auf die Vizemeisterschaft.

Freudentaumel und Tränen

Ausgelassene Freude herrschte dagegen beim TuS Wachenheim, der vor der tollen Kulisse von 600 Zuschauern eine ganz starke Leistung gezeigt hatte und angesichts einer frühen 2:0-Führung natürlich auch im Vorteil war. „Ich denke, dass wir alles richtig gemacht haben. Wir haben früh Druck von uns nehmen können und bei diesem Spielstand war klar, dass sie offensiv anlaufen. Wir haben uns auf Konter beschränkt und alles reingeworfen. Ich denke, dass wir verdient hochgehen“, sagte der Wachenheimer Trainer Andreas Schroeck.

Das zweite Relegationsduell hätte für den TuS gar nicht besser beginnen können, denn die Gastgeber verwerteten gleich ihre erste Torchance. Stürmer Luca Mock, der bereits im Hinspiel einmal getroffen hatte, suchte im gegnerischen Strafraum den Abschluss, aber sein Schuss wurde geblockt und Mock ging zu Boden. Im Sitzen kam er wieder an den Ball und traf gekonnt zum 1:0 (5.).

Lob für den Gegner

Eine Minute später leistete sich die SG im Mittelfeld einen Ballverlust, Luca Mock übernahm den Ball, stürmte aufs gegnerische Tor und traf zum 2:0. „Man geht mit nervös ins Spiel rein und dann kriegt man so zwei Dinger, weil man direkt zwei Fehler macht. Aber Respekt an Wachenheim. Die haben das schon im ersten Spiel einfach sehr clever gespielt, waren sehr, sehr diszipliniert“, kommentierte SG-Coach Maximilian Barthel die Partie, in der seine Mannschaft sehr früh noch mehr unter Zugzwang geriet.

Die Gäste waren optisch überlegen, taten sich aber schwer damit, gegen die defensiv gut sortierten Wachenheimer zu Chancen zu kommen. Eine erste Torchance der SG in der 20. Minute durch Gabriel Sachs machte der Wachenheimer Torwart Sebastian Becker aber zunichte. Auf der Gegenseite hätten die Gastgeber zwei Minuten später schon alles klar machen können, aber Leo Hellers Schuss wurde von SG-Keeper Martin Zahn abgewehrt und den Nachschuss setzte Manuel Franz neben das Tor.

Haferstroh spielt überragend

Die SG fand nur selten die spielerischen Mittel, um den gegnerischen Defensivriegel zu knacken, zudem waren die Wachenheimer sehr zweikampfstark. Aber die Mannschaft von Maximilian Barthel steckte nie auf, gab in kämpferischer Hinsicht alles, um das Spiel noch zu wenden. Überragend agierte TuS-Kapitän Alexander Haferstroh, der kluge Pässe spielte, giftig in den Zweikämpfen agierte und einige Konter initiierte. Die SG baute zwar zunehmend Druck auf, belohnte sich aber durch Steven Beyers 1:2 (87.) zu spät. „Was wir jetzt die letzten zwei Spiele hatten, war für uns ein Bonus“, versuchte Barthel, die Trauer abzumildern.

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