Wachenheim
Wachenheim: Förderkreis investiert in Erhalt der Wachtenburg
Mit zahlreichen größeren und kleineren Maßnahmen haben die Mitglieder des Förderkreises zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg auch im vergangenen Jahr wieder zum Erhalt der Anlage beigetragen. Insgesamt 3762 Stunden ehrenamtlicher Arbeit leisteten die Mitglieder des 1984 gegründeten Vereins mit knapp 1100 Mitgliedern im Jahr 2025.
Ein Schwerpunkt war die Sanierung der Grenzmauer zum Grundstück Kohler. Bevor diese Arbeiten beginnen konnten, musste zunächst ein maroder Maschendrahtzaun entfernt werden. An seiner Stelle errichteten die Vereinsmitglieder in Eigenleistung einen 75 Meter langen Schutzzaun aus Metall. Für den Zaun fielen lediglich Materialkosten an, wie der Vorsitzende Willy Bohl in seinem Rechenschaftsbericht erklärte.
Schutzzaun und neue Sicherungen
Die beiden Maßnahmen kosteten zusammen 155.000 Euro. Der Stadtrat hat zugestimmt, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Weitere 15.000 Euro erhielt der Verein von der Jutta-Roth-Stiftung bei der VR Bank. Für die Arbeiten wurden insgesamt 366 freiwillige Arbeitsstunden aufgebracht.
Dank des Förderkreises gibt es inzwischen mehr als 700 Meter Schutzgeländer aus Metall auf der Wachtenburg. Auch an anderer Stelle wurde weiter gearbeitet. So erhielt die Zisterne auf der Oberburg unterhalb des Bergfrieds im Herbst einen neuen Schachtkranz aus hellem Sandstein. Möglich wurde dies durch eine weitere Spende der Jutta-Roth-Stiftung in Höhe von 10.000 Euro im Jubiläumsjahr des Vereins. Der Schachtkranz wurde bewusst „neuzeitlich“ gestaltet, damit er nicht mit der ursprünglichen Bausubstanz der Burg verwechselt wird.
Arbeiten an Zisterne und Gelände
Zuvor hatten Vereinsmitglieder rund 18 Monate benötigt, um den gesamten Unrat aus der Zisterne zu entfernen. Zudem sichert nun eine neue Gabionenwand den Hang am Fußweg zur Burg.
Der Verein beteiligte sich außerdem wieder am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“. Im Museum informierten Mitglieder über „Das Wachtenburg-Lager zu Zeiten der Bauernkriege 1525“. Auf der Burg wurde zudem ein Defibrillator installiert. Zwei Sponsoren stellten das Gerät zur Verfügung: Hans Jacob von der Burgapotheke sowie Martin Schapperth vom IT-Systemhaus Thome. Auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer besuchte im März die Wachtenburg.
Neue Projekte geplant
Für das laufende Jahr war laut Vorsitzendem Bohl eine größere Sanierungsmaßnahme an der Ringmauer der Oberburg im Südosten geplant. Da bei der Landesdenkmalpflege mehrere Leitungsposten neu besetzt wurden, erhielt der Verein jedoch zunächst keine Zuschusszusage. Ein gefährdeter Bereich musste deshalb vorübergehend mit einer Plane geschützt werden.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht weiterhin die Geländepflege, die an jedem ersten Samstag im Monat stattfindet. Weitere Mitstreiter seien willkommen, betonte Bohl. Daneben sind kleinere Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk vorgesehen.
Für die Zisterne plant der Verein außerdem ein maßgefertigtes Edelstahlgitter, um sie künftig vor Unrat zu schützen. Nach Angaben von Kassenwart Martin Schapperth erhielt der Förderkreis im vergangenen Jahr rund 38.000 Euro an Spenden.
Ehrungen
Für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft: Luise Bergner, Emil und Barbara Boller, Lothar und Inge Boller, Günter Fey, Willy Häusler, Johanna Hißting, Hans und Christa Kreutz, Ulf Lauenstein, Günter und Ulla Löchner, Elfriede Mahler, Dieter und Hannelore Mattern, Isabell Mattern, Ute Morell, Helmut Panzer, Günther Ruider, Anna Lina Rung, Herwig Schuler, Ernst und Barbara Stein, Klaus und Ursula Struß,Inge Zander, Horst und Gudrun Zimmermann.
25 Jahre: Fritz und Monika Christmann, Gerhard und Inge Dörr, Fam. Rolf Haselhorst, Helmut und Patricia Ott, Michael Ott, Hans Reuter.