Wurstmarkt Verabschiedung der Weinprinzessin: „eine besondere und schöne Amtszeit“

Lea Baßler blickt mit Stolz und Freude auf eine ganz besondere Zeit als Dürkheimer Weinprinzessin zurück.
Lea Baßler blickt mit Stolz und Freude auf eine ganz besondere Zeit als Dürkheimer Weinprinzessin zurück.

Zwei Herzen schlagen in Lea Baßlers Brust, wenn sie an ihre Verabschiedung am 12. September als Dürkheimer Weinprinzessin denkt. An diesem Tag gibt sie um 18 Uhr ihre Krone im Weindorf an ihre Nachfolgerin weiter, deren Namen natürlich erst bei deren Inthronisierung bekannt gegeben wird.

„Das ist auf der einen Seite mit Wehmut verbunden, weil eine sehr tolle und spezielle Zeit zu Ende geht, aber gleichzeitig bin ich stolz, dieses Amt meiner Nachfolgerin übergeben zu dürfen, weil ich weiß, wie toll es ist. Es war ein Privileg, die Dürkheimer Krone drei Jahre tragen zu dürfen. Sie wird sicher weiterhin in meinem Herzen verwurzelt sein“, schwärmt die 22-Jährige von ihrer Amtszeit, die aufgrund von Corona anders verlaufen ist als sonst. Als klar war, dass 2020 kein Wurstmarkt in der gewohnten Form stattfinden kann und stattdessen ein digitaler „Worschdmarkt Dehääm“ gefeiert wird, erklärte sie sich bereit, ein weiteres Jahr die Krone der Dürkheimer Weinprinzessin zu tragen. Dieselbe Entscheidung fiel dann wieder, als der Wurstmarkt im vergangenen Jahr komplett abgesagt wurde.

Obwohl viele Termine, die eine Dürkheimer Weinhoheit während ihrer Amtszeit absolviert, wegen der Pandemie ausfielen und in anderer Form stattfanden, sieht sie sich im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen nicht benachteiligt. „Es war definitiv eine andere Amtszeit, es war anders schön. Ich habe alle Standardevents einer Dürkheimer Weinprinzessin erlebt, nur eben gestreckt auf drei Jahre. Zudem hat mir die Stadt Bad Dürkheim mit digitalen Events die Möglichkeit gegeben, die Stadt und die Weine zu repräsentieren“, berichtet Lea Baßler, die ihrer Nachfolgerin diesen Rat mit auf den Weg gibt: „Einfach das Jahr genießen und kontaktfreudig und offen auf die Menschen zugehen. Ebenso ist es gut, einfach auch mal eigeninitiativ ohne Krone zu den Winzern zu gehen, von den Kontakten kann man nur profitieren.“

Die Dürkheimerin hatte sich für ihre Zeit als Weinprinzessin vorgenommen, alle Dürkheimer Winzer kennzulernen – „und das habe ich geschafft“, sagt sie freudestrahlend. Wein habe in ihrem Leben schon immer eine besondere Rolle eingenommen, auch wenn ihre Familie kein eigenes Weingut besitzt. Ihr Papa ist Kellermeister, weshalb das Thema Wein in der Familie schon immer verwurzelt war. Nach ihrer Zeit mit der Dürkheimer Krone ist ihre Weinleidenschaft nur noch mehr entflammt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie nach ihrer Ausbildung im kaufmännischen Bereich nun im Wachenheimer Weingut Zimmermann sich in der Vinothek um die Themen Events und Vermarktung kümmert.

Eine weitere Krone ist ihr zudem auch nach dem 12. September sicher. Bei der Wahl zur Pfälzischen Weinkönigin hat sie es unter die letzten drei Bewerberinnen geschafft und zählt damit definitiv zu den neuen Pfälzischen Weinhoheiten. „Das Ziel ist erreicht und die goldene Krone der Königin wäre nun natürlich das i-Tüpfelchen. Ich habe meine Stadt repräsentiert und nun möchte ich zeigen, wie jung und innovativ die Pfälzer Winzer sind, denn die Pfalz ist mehr als nur Riesling“, meint Lea Baßler, die dem 7. Oktober entgegenfiebert. Denn dann entscheidet sich im Neustadter Saalbau, wer die 84. Pfälzische Weinkönigin wird.

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