Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ulrike Folkerts als Goldene Winzerin geehrt

Ulrike Folkerts bekommt eine der letzten Seiten des Goldenen Buchs der Stadt Bad Dürkheim.
Ulrike Folkerts bekommt eine der letzten Seiten des Goldenen Buchs der Stadt Bad Dürkheim.

Die Schauspielerin wurde im Ratssaal offiziell als 51. Goldene Winzerin empfangen. Beim Eintrag ins Goldene Buch zeigt sie sich überrascht, bewegt und bestens gelaunt.

Gute und schlechte Nachrichten gab es am Freitag für die Karnevalgesellschaft „Derkemer Grawler“. Die gute: Ulrike Folkerts machte sich auf den Weg nach Bad Dürkheim. Die schlechte: Sie kommt mit der Bahn. Sie traf mit Verspätung im Ratsaal ein.

Reinhold Jäger aus dem Vorstand der „Derkemer Grawler“ sprach in seiner Begrüßung von regelrechter detektivischer Arbeit bei der Auswahl der diesjährigen Ordensträgerin. Die Entscheidung für Folkerts sei nicht nur wegen ihrer Rolle als dienstälteste „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal gefallen oder wegen der Bücher, die sie veröffentlicht hat. Ausschlaggebend sei vor allem ihr gesellschaftliches Engagement gewesen. Unter großem Gelächter lud Jäger die Schauspielerin ein, künftig weitere „Tatort“-Folgen in Bad Dürkheim zu drehen. Ein Krimi im Karnevalsmilieu? „Das könnte ich mir gut vorstellen“, sagte Folkerts lachend „aber dann müssen auch alle hier mitspielen.“

Präsentation über Bad Dürkheim

Anschließend präsentierte Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt (CDU) dem Ehrengast die Stadt Bad Dürkheim in Zahlen, Fakten und Bildern. Vom Wurstmarkt über das Riesenfass bis hin zur neuen Therme, die sehr gut angenommen werde. Besonders beeindruckt zeigte sich Folkerts von einer Zahl: 1,7 Millionen Liter Wein passen in das Fass. „Ich habe heute sehr viel über die Stadt gelernt. Das ist alles super gut vorbereitet“, sagte sie.

In ihrer kurzen Rede zog Folkerts auch einen Vergleich zu Berlin, wo sie mit ihrer Partnerin lebt. „Wenn man von dort hierher kommt, hat man das Gefühl, die Welt ist noch in Ordnung“, sagte sie. Die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Region beeindrucke sie sehr. In die Pfalz zu kommen, fühle sich für sie an „wie in den Urlaub fahren“.

Für einen weiteren Schmunzler sorgte Folkerts mit einem persönlichen Geständnis: Eigentlich mache sie gerade „Dry January“ – ein Trend, den sie den Pfälzern augenzwinkernd erklärte. „Heute Abend mache ich aber eine Ausnahme“, kündigte sie an.

Besonders bewegt zeigte sich die Schauspielerin beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Eindrucksvoll blätterte sie durch die Seiten, bevor sie eine der letzten beschrieb. „Ich bin überwältigt. Diese Art der Zeremonie habe ich noch nie erlebt“, sagte Folkerts.

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