Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Trainerwechsel beim FV Freinsheim: Christian Schäfer geht zur SG Kirchheim-Heidelberg

Verabschiedet sich am Saisonende in die Verbandsliga: FVF-Trainer Christian Schäfer.
Verabschiedet sich am Saisonende in die Verbandsliga: FVF-Trainer Christian Schäfer.

Nach siebeneinhalb Jahren verlässt Christian Schäfer den FV Freinsheim. Er folgt dem Ruf der Verbandsliga. Der FVF sucht einen Nachfolger.

Beim FV Freinsheim endet zum Saisonende eine Ära. Der 48-jährige Trainer Christian Schäfer verlässt nach siebeneinhalb erfolgreichen Jahren den Klub. Einen Nachfolger haben die Blau-Weißen bisher noch nicht.

Schäfer nimmt das Angebot des nordbadischen Verbandsliga-Sechsten SG Kirchheim-Heidelberg an, der insgesamt neun Jahre in der Oberliga gespielt hat, zuletzt 2001. „Mir ist die Entscheidung nicht leichtgefallen, auch weil ich dem FVF im Januar für die kommende Saison bereits zugesagt habe. Ausschlaggebend für meinen Wechselwunsch war allein der sportliche Aspekt“, erklärt der Coach. Schäfer war auf seinen Klub zugekommen und hatte den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er in Kirchheim die Möglichkeit erhält, noch einmal in der Verbandsliga zu trainieren. Ihm sei großes Verständnis entgegengebracht worden und es habe kein böses Wort gegeben.

Das bestätigt Tobias Haffke, der Sportliche Leiter des Freinsheimer: „Es ist alles korrekt abgelaufen. Wir haben Christian von seiner Zusage für die Saison 2026/27 entbunden und möchten ihm nach der langen gemeinsamen Zeit keine Steine in den Weg legen.“ Der Sportchef streicht die stets gute Zusammenarbeit mit Schäfer heraus und hat Verständnis für dessen Entscheidung. „Wir sind jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger, stehen aber noch ganz am Anfang. Der neue Mann muss zum Verein passen. Im Moment sind wir nach allen Seiten offen“, verdeutlicht Haffke. Der FV Freinsheim gilt als attraktiver, gut geführter Klub mit guter Perspektive. An Bewerbern sollte es nicht mangeln.

„Mir hat es beim FVF immer viel Spaß gemacht und dies wird auch noch die restlichen zwei Monate so sein“, ist der Trainer überzeugt. Der ehrgeizige, mitunter auch kritische Schäfer betont, dass er bis zum letzten Tag alles daransetzen wird, die Runde gut zu Ende zu bringen und eine passable Platzierung zu erreichen. Für einen anderen Bezirks- oder einer Landesligisten hätte er, wie er sagt, den FVF nicht verlassen. „In Freinsheim habe ich viele Freunde gefunden. Der Verein wird immer eine Herzensangelegenheit für mich sein“, unterstreicht der Übungsleiter. Der ehemalige Profi lebt eine tadellose Einstellung vor, verlangt viel von seinen Spielern, lässt offensiven Fußball spielen und sorgte dafür, dass die Freinsheimer möglicherweise die fitteste Mannschaft in der Liga sind.

Nach seinem Dienstantritt in Freinsheim im Januar 2019 konnte Christian Schäfer zwar den Abstieg aus der Bezirksliga nicht mehr verhindern, doch er stieg umgehend mit den Blau-Weißen wieder auf.

Die Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 waren die erfolgreichsten in der Vereinshistorie. Der FVF belegte die Tabellenplätze drei und vier und erzielte in den beiden Runden zusammen sagenhafte 196 Treffer. Im Moment hat es den Anschein, dass das Team sportlich an seine Grenzen stößt und ein Stück weit stagniert. Den ASV Fußgönheim hatte der Coach, der mit seiner Familie in Heßheim lebt, 2013 in die Verbandsliga geführt und mit der Mannschaft die Klasse problemlos gehalten.

Die Verbandsliga übte auch jetzt wieder einen großen Reiz auf den 48-Jährigen aus. „Der Fußball-Abteilungsleiter der SGK, Tommaso Fontana, hat mich kontaktiert. Nach einer losen Anfrage ist das Interesse vor Kurzem konkreter geworden“, informiert Schäfer. Fontana und er spielten in der Jugend zusammen in einer Mannschaft, aber auch gegeneinander. Der Kontakt riss nie ganz ab. „Die SGK ist ein interessanter Verein mit über 2000 Mitgliedern, einer großen Jugendabteilung, einem Stadion und dem Jugendförderzentrum Anpfiff ins Leben im Rücken“, berichtet Schäfer. Er scheint eine gute Wahl getroffen zu haben.

x