Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Teamgeist trägt: W40 holt Hallenhockey-WM – DHC-Spielerin Bechthold-Haase dabei

DHC-Spielerin Lydia Bechtoldt-Haase wurde in Nottingham W40-Weltmeisterin im Hallenhockey.
DHC-Spielerin Lydia Bechtoldt-Haase wurde in Nottingham W40-Weltmeisterin im Hallenhockey.

Lydia Bechthold-Haase vom Dürkheimer HC bleibt auf Erfolgskurs. Nach der Europameisterschaft im Sommer holte sie nun auch den Hallenweltmeistertitel W40 mit Deutschland.

Nottingham sei mehr als nur ein Turnier gewesen, berichtet Lydia Bechthold-Haase über das Masters-Turnier im Hallenhockey. Es sei eine Reise gewesen, geprägt von Leidenschaft, Zusammenhalt und dem unerschütterlichen Glauben an ein großes Ziel: Weltmeister zu werden. Aus den Reihen des Teams hieß es, es sei eine „unfassbar geile Zeit“ gewesen.

Die Mannschaft habe als Einheit funktioniert, erzählt Bechthold-Haase, die in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiern wird und damit in die nächste Alterskategorie gerutscht ist. Jede einzelne Spielerin habe sich in den Dienst des Teams gestellt, jede habe für die andere gekämpft. Genau dieser Teamgeist sei es gewesen, der den Unterschied gemacht habe. Auf dem Platz hätten nicht einfach nur Einzelspielerinnen gestanden – dort habe ein echtes Team gestanden. Das Zusammenspiel sei nahezu perfekt gewesen, sowohl spielerisch, wo jeder Pass gesessen habe und jede Bewegung abgestimmt gewirkt habe, als auch menschlich. Vertrauen, Respekt und gegenseitige Unterstützung hätten die Grundlage für diesen Erfolg gebildet. Diese besondere Chemie sei in jeder Aktion spürbar gewesen und habe das Team zu einer echten Einheit gemacht.

In den Gruppenspielen zeigte das deutsche W40-Team eine makellose Bilanz. Dem 12:0-Sieg über Guyana folgte ein 15:0 über Wales und ein erneuter 15:0-Sieg über das Team Alliance, ein Zusammenschluss von Spielerinnen, die kein eigenes Nationalteam zusammenbekommen. Im Halbfinale wartete der erste Prüfstein, aber auch gegen die Australierinnen blieben die deutschen Damen mit 6:3 erfolgreich.

Im Finale trafen sie auf die Engländerinnen, die natürlich im eigenen Land gerne den Titel geholt hätten. Der Weg zum Titel sei für das Team kein Selbstläufer gewesen, so Bechthold-Haase. Doch das klare Ziel, Weltmeister zu werden, sei jederzeit präsent gewesen. Es habe motiviert, angetrieben und dafür gesorgt, dass das Team auch in schwierigen Momenten fokussiert geblieben sei. Und so jubelte Deutschland nach dem 8:4-Sieg über die Goldmedaillen und den WM-Pokal. Nottingham werde für das Team immer ein besonderer Ort bleiben, als Schauplatz eines unvergesslichen Triumphs, strahlt Bechthold-Haase. Sie genieße diese Zusammenkünfte mit gleichgesinnten Spielerinnen im internationalen Vergleich immer besonders.

Beim diesjährigen World Masters Hockey Indoor World Cup in Nottingham in der Woche vor Ostern war Deutschland mit insgesamt 13 Teams in allen Altersklassen W35, W40, W45, W50, W55, W60 sowie M65 angetreten. Das Halbfinale erreichten alle Teams, bei zwölf Finalteilnahmen sprangen fünf Titel heraus.

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