Freinsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Storchennachwuchs: Besondere „Ostereier“ in Freinsheim

Jetzt wird gebrütet!
Jetzt wird gebrütet!

Der Anfang ist gemacht, die ersten Eier sind da. Jetzt hoffen die Storchenfans in Freinsheim, dass das Brüten erfolgreich ist – und auch das Wetter mitspielt.

Die Störche in Freinsheim haben für die erhoffte Oster-Überraschung gesorgt: „Wir haben unser erstes Ei!“ freute sich Marie-Louise Wiesenbach, die die Storchenkamera auf Instagram managt, am späten Abend des Karfreitags. Damit ging die Rechnung von Christian Reis vom Storchenzentrum Bornheim genau auf: Weil das Storchenpaar auf dem Dach der protestantischen Kirche seit dem 20. März sprichwörtlich wieder vereint ist, hatte er für das Osterwochenende mit dem ersten Ei gerechnet. Und auch seine Prophezeiung am Morgen des Ostersonntags bestätigte sich: „Heute Abend zwischen 22 und 23 Uhr kommt das zweite Ei – definitiv!“ Und tatsächlich: Um 22.18 Uhr vermeldete Marie-Louise Wiesenbach am Abend Ei Nummer zwei über Instagram – „fast exakt 48 Stunden“ nach dem ersten. Und auch das dritte Ei kam pünktlich wie angekündigt: am späten Dienstagabend.

Christian Reis rechnet mit insgesamt vier oder fünf Eiern. Schon am Osterwochenende konnten über die Storchenkamera der Firma Graus Bürotechnik rege Nestaktivitäten beobachtet werden: Immer wieder holte einer der beiden Störche neues Nistmaterial – zum Teil leider auch bestehend aus Plastiktüten – heran, das dann im Nest drapiert wurde. Das „Premieren“-Ei konnte dabei noch gut gesehen werden, denn erst ab dem zweiten Ei wird das Gelege kontinuierlich bebrütet.

Nach Auskunft von Christian Reis, der rund 500 Storchenpaare in Rheinland-Pfalz betreut, wird das erste Ei zwar von den Eltern noch nicht abgedeckt – aber auch keinen Moment mehr allein gelassen. Die Gefahr, dass sich Raubvögel daran bedienen könnten, wäre zu groß. Laut Reis wird ab dem zweiten Ei für 32 Tage abwechselnd gebrütet. Dann schlüpfen zwei bis drei Storchenküken auf einmal. Wie sich der Bruterfolg weiter entwickelt, wird vor allem vom Wetter und dem Futterangebot abhängen.

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