Friedelsheim Star im Sonnenglanz: Wie ein gefiederter Künstler ein Baugerüst als Bühne nutzt

„Siuuu“, tönt es einleitend. Der sängerische Auftritt geht weiter mit Pfeifen und Schnalzen, steigert sich im Rhythmus und bringt ein inniges Klicken, Klirren und Schnarren zu Gehör.
Manches Klangmotiv ist zwar stibitzt, aber das gehört zum Geschäft. Um die Weiblichkeit zu beeindrucken, kombiniert der Star eigene Tonfiguren mit denen anderer Vogelarten.
Auch Geräusche, die Menschen durch ihre vielen Gerätschaften erzeugen, ahmt er nach. Gibt ja genug Gelegenheit, solche Laute aufzuschnappen. Schließlich hat der muntere Vogel wenig Scheu vor der Nähe des Menschen. Und an Talent, das Abgehorchte zu imitieren, mangelt es ihm auch nicht.
Ein gefälliges Äußeres versteht sich für einen Star von selbst. So brilliert er derzeit im Prachtkleid. Kaum noch zu sehen sind die weißen Tüpfel, die er sonst trägt. Dafür glänzt das schwarze Gefieder in der Junisonne mit grünem und blau-violettem Schimmer. Metallic-Look für den, der trumpfen will! Wirkt umso mehr, wenn noch Bewegung in die Sache kommt: Zwischendurch öffnet der Star in aufrechter Haltung die Flügel und schlägt schnell mit ihnen. Das ist Einsatz mit ganzer Vogelseele und beschwingt bis in die Flügelspitzen.