Kreis Bad Dürkheim
Stadtwerke Bad Dürkheim, Wachenheim und Deidesheim vor Fusion
Auf insgesamt etwa 30.000 Kundenverträge in den Bereichen Strom, Gas und Wasser kommen die drei Versorger zusammen. Ein Hintergrund des Zusammenschlusses sind die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen für Stadtwerke, die besonders kleineren Werken zu schaffen machen. Als Beispiele nennt Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Dürkheim, Netzregulierung oder Digitalisierung. „Zusammen verwalten wir über 2000 Photovoltaik-Anlagen, die abgerechnet werden müssen“, verdeutlicht der Wachenheimer Werkleiter Dieter Panzer. „Diese Mehraufgaben erhöhen aber nicht die Erträge“, betont Kistenmacher.
Die Fusion soll zum 1. Januar 2027 operativ erfolgen. „Dann werden auch unsere Kunden etwas davon merken – wenn überhaupt“, sagt der Deidesheimer Werkleiter Alexander Will. Dafür ist noch die Zustimmung der Stadträte in Bad Dürkheim, Wachenheim und Deidesheim sowie des Gemeinderats Niederkirchen nötig. Bei einem Notartermin Mitte August soll die Fusion rechtlich besiegelt werden. Anschließend sollen die Kunden informiert werden.
Einen neuen Namen hat die Gesellschaft schon: Stadtwerke an der Weinstraße. Die GmbH, an der die Kommunen gemäß ihrer Größe prozentuale Anteile erhalten, soll ihren Sitz in Bad Dürkheim haben. „Die Kundenzentren in den drei Orten bleiben erhalten. Die Menschen haben ihre Stadtwerke weiterhin direkt vor Ort“, betont Wachenheims Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). „Der Zusammenschluss ist der richtige Schritt, um die Stadtwerke nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen“, erklärt der Deidesheimer Bürgermeister Dieter Dörr (CDU). „Alle drei Stadtwerke sind zu 100 Prozent in kommunaler Hand und gehören damit den Bürgerinnen und Bürgern. Auch künftig bleibt das Unternehmen kommunal geprägt“, betont die Bad Dürkheimer Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt (CDU).
Was passiert mit den Bädern?
Außer den Bereichen Strom-, Gas- und Wasserversorgung sind unter dem Dach der Stadtwerke Bad Dürkheim und Wachenheim auch die Schwimmbäder organisiert – etwa die Therme. Diese gehen ins Anlagevermögen der neuen GmbH über. Entscheidungen, die die Bäder betreffen, sollen aber weiter von den Vertretern jener Kommunen getroffen werden, die die Sparte einbringen. „Über die Eintrittspreise für das Schwimmbad in Wachenheim wird in Wachenheim entschieden, über die für die Therme in Bad Dürkheim“, erklärt Bechtel.