Bad Dürkheim Schülertransport: Kreis setzt auf Gelenkbusse

Gedränge in Bussen will die Kreisverwaltung vermeiden.
Gedränge in Bussen will die Kreisverwaltung vermeiden.

Um Gedränge beim Schülertransport zu vermeiden, werden nach Auskunft der Kreisverwaltung auf fünf Fahrten größere Gelenkbusse eingesetzt. Damit soll das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus reduziert werden.

Die Kreisverwaltung hat nach Rücksprache mit Schülern, Eltern, Schulen und den Busunternehmen bei fünf Fahrten Handlungsbedarf gesehen. Dies betrifft auch die Linie 454/453 zwischen Grünstadt Bahnhof über Altleiningen zur Grundschule nach Weisenheim am Berg. Hier ist morgens seit dem 14. September ein größerer Gelenkbus unterwegs. Dennoch könne es passieren, dass nicht alle Schüler einen Sitzplatz bekommen: „Es bleibt weiter wichtig, dass im Bus die Maske getragen wird, da auch mit größeren Bussen nicht immer 1,5 Meter Abstand eingehalten werden kann“, so Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU).

Die Verkehrsbetriebe könnten die Verstärkung auf den fünf Linien selbst leisten. Eine Anfrage an Reisebusunternehmen, wie sie Landrat Ihlenfeld im Kreisausschuss in Aussicht gestellt hatte, sei daher nicht notwendig gewesen. Auch eine Nachfrage an den „Bus-Pool“ des Landes sei nicht erforderlich.

Landkreis zahlt die Kosten

Für die Mehrkosten komme zunächst der Landkreis auf, eine Förderung vom Land mit 90 Prozent ist möglich. Nach Anforderung des Landes besteht ein Bedarf für den Einsatz zusätzlicher oder größerer Busse, wenn mehr als 30 Prozent der Stehplätze belegt sind.

Ihlenfeld kündigte an, dass bei Bedarf weitere Fahrten verstärkt werden – insbesondere, wenn wegen schlechteren Witterungsverhältnissen weniger Schüler mit dem Rad zur Schule fahren. „Wir behalten das im Blick und werden nach den Herbstferien noch einmal prüfen. Bis 30. November können noch Förderanträge beim Land gestellt werden“, verdeutlichte Ihlenfeld.

Größere Busse werden auch auf folgenden Linien morgens eingesetzt: zwischen Lachen-Speyerdorf und Haßloch (Linie 574), zwischen Carlsberg und Grünstadt Bahnhof, zwischen Grünstadt Schulzentrum und Carlsberg (Linie 454) sowie zwischen Höningen und Eisenberg Schulzentrum über Grundschule Hettenleidelheim (Linie 458).

Um die Bahn kümmert sich der Zweckverband

Für die Bahn ist der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd zuständig. Dort sagte ein Sprecher auf Nachfrage, dass es nach den Ferien zweimal Kapazitätsprobleme im Schülerverkehr auf der Linie Neustadt–Bad Dürkheim–Grünstadt gegeben habe. Ursache seien Fahrzeugstörungen gewesen. Seitdem seien keine weiteren Beschwerden oder Störungen bekannt geworden. Bezüglich eines größeren Fahrgastaufkommens im Herbst gab der Sprecher zu bedenken, dass Züge nicht einfach durch das Anhängen von Waggons verstärkt werden könnten, die irgendwo herumstünden. Es gehe hier um selbstfahrende Triebwagen, die im Berufsverkehr alle im Einsatz seien. Zudem müssten die Bahnsteiglängen beachtet werden. Vor diesem Hintergrund werde der Verband die weitere Entwicklung im Herbst sehr genau beobachten.