Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Rot-Weiss Seebach siegt und verkürzt Abstand zur Spitze

Robin Schwehm brachte Seebach in Gommersheim auf die Siegerstraße.
Robin Schwehm brachte Seebach in Gommersheim auf die Siegerstraße.

Rot-Weiss Seebach verteidigt tief und schlägt eiskalt zu: Das bringt drei Punkte in Gommersheim und Rückenwind vor dem Duell bei der SG Limburgerhof.

Der SV Rot-Weiss Seebach (Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt) hat sein Nachholspiel bei Neuling SV Gommersheim 3:0 (2:0) gewonnen und den Rückstand auf die Spitze auf einen Zähler verkürzt. Doch am Sonntag wartet schon die nächste Aufgabe.

„Der Matchplan ist aufgegangen“, freut sich der Seebacher Coach Jan-Marvin Dell. Er hatte personell umgestellt und seinen spielenden Co-Trainer Robin Schwehm von der Sechser- auf die Zehnerposition eine Ebene nach vorne geschoben und zudem mit einer Doppelspitze – Paul Stro und Fabian Wenz - agiert. „Der Ball sollte zügig zu Robin kommen, der in der gefährlichen Zone für heikle Situationen beim Gegner sorgen sollte“, erklärt Dell weiter. Die Idee trug Früchte, zumal sich Rot-Weiss etwas tiefer stellte um Konter der Gastgeber zu vermeiden und mehr als in anderen Partien mit langen Bällen operierte.

Das Führungstor ging dann auch tatsächlich auf das Konto von Schwehm, der nach einem langen Ball und Gewurstel im Strafraum zum Abschluss kam (22.). Das 2:0 entsprang einem Konter wie aus dem Bilderbuch, ein Treffer für Feinschmecker. Nach einer gegnerischen Ecke spielte Patrick Bauer den Ball direkt in den Lauf von Schwehm, der das Spiel mit dem zweiten Kontakt verlagert und den mitgelaufenen Daniel Manß bediente. Das linke Glied der Dreierkette schloss den Angriff mit einem gekonnten Chipball ab (30.). „Wer den Fußball liebt, dem ist bei diesem Tor das Herz aufgegangen“, schwärmt der Übungsleiter.

Gommersheim hatte in der ersten Halbzeit nach einem Abstimmungsfehler in der Deckung von Rot-Weiss eine Riesenchance zum Anschlusstreffer, doch der Stürmer schoss die Kugel am leeren Tor vorbei. Allerdings waren die Gastgeber nach Wiederbeginn viel besser im Spiel, auch weil Seebach dies zuließ und sich auf das Nötigste beschränkte. Erst recht als nach gut einer Stunde das dritte Tor gefallen war. Den Schuss von Fabian Bauer nach einem Eckball bugsierten die Einheimischen ins eigene Netz. Spätestens jetzt war die Partie gelaufen. Die fleißigen Gäste wurde nach zwei Eckbällen gefährlich, wobei Wenz einmal an die Latte köpfte.

Am Sonntag (14.30 Uhr) gastieren die Rot-Weissen beim Tabellenzwölften SG Limburgerhof, einer unbequemen und schwer einzuschätzenden Mannschaft. „Im Hinspiel bei uns hat die SGL einen guten Fußball gespielt und uns Mühe gemacht. Sie sind stärker als es der Tabellenplatz aussagt. Da müssen wir schon an unsere Leistungsgrenze kommen, um dort zu gewinnen“, verdeutlicht Dell. Damals gab es ein knappes 1:0, für das Kapitän Sven Schuhmann gesorgt hatte. Auf dem großen Naturrasen in Limburgerhof gebe es zwangsläufig Räume, die die Seebacher nutzen wollen. Der Tabellenzweite kann wieder auf die Offensivkräfte Rémi Jahnel und Marcel Kaltenbach zurückgreifen.

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