Bad Dürkheim Omega „tolle Sache“

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„Den Menschen in Bad Dürkheim Friede und Wohlstand und möglichst viele, die bei Omega mitmachen.“ Das hat der frühere Bundesminister und Vizekanzler Franz Müntefering gestern Abend vor seinem Auftritt beim „Stadtgespräch“ zum Thema Palliativmedizin und Hospiz ins Goldene Buch der Stadt geschrieben.

So konsequent der 75-Jährige vor wenigen Jahren seinen vorübergehenden Abschied aus der Bundespolitik erklärt hatte, als er seine damalige Frau Ankepetra bis zu ihrem Tod pflegte, so unprätentiös und bescheiden war der Auftritt Franz Münteferings gestern bei seiner Ankunft am Dürkheimer Bahnhof. Die Unpünktlichkeit der Bahn zwischen Köln und Mannheim hatte ihn über Freinsheim nach Bad Dürkheim kommen lassen. Das sei anders geplant gewesen. Bürgermeister Wolfgang Lutz würdigte Müntefering beim Rathaus-Empfang und betonte, wie jung der SPD-Politiker für sein Alter wirke. Müntefering wusste zu entgegnen, dass es für jemanden, über den man früh gesagt habe, dass er alt aussehe, recht leicht gewesen sei, das Niveau zu halten. Der erste Lacher des Abends war „Münte“ gewiss. Der Freundes- und Förderkreis Omega sei eine „tolle Sache“, leitete Müntefering auf den eigentlichen Anlass seines Dürkheim-Besuchs über. Staat und Gesellschaft müssten in der Kombination funktionieren. Dabei hob er auch die Bedeutung kleinerer Kommunen hervor. Der Mensch brauche einen Ort, an dem er sich zu Hause fühle. Jedoch sei nichts auf Dauer sicher, nicht Friede und nicht Wohlstand. Dafür müssten sich die Menschen einsetzen. Über das Podium mit Franz Müntefering am Abend in der Burgkirche berichten wir in der Donnerstagausgabe. (als)

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